Communitys of practice

Was sind communitys of practice? Ich habe an einer eLecture zu diesem Thema teilgenommen und mir dazu ein Bild gemacht:  CoPs sind Gemeinschaften Gleichgesinnter, die voneinander lernen, Wissen austauschen und sich so weiterentwickeln. Dabei durchläuft die Gruppe mehrere Phasen. In einer ersten Phase organisiert sie sich, man trifft Vereinbarungen und legt Regeln fest. Die Mitglieder organisieren sich dabei in eine Kerngruppe, die Initiatoren und die Aktiven, und in losere Mitglieder wie z.B. Experten, die unregelmäßig Input liefern. In einer Reifungsphase werden die Rollen und Aufgaben verteilt. Danach werden die Kompetenzen ausgeübt, sprich Themen weiterentwickelt oder neu definiert, Herausforderungen bewältigt, Kontakte geknüpft zu Experten oder anderen CoPs. Ein  Erfahrungsaustausch kann z.B. in einem regelmäßigen Treffen, in dem jeder aus seinen Erfahrungen erzählt, erfolgen.   In der letzten Phase, der Transformationsphase werden die Erkenntnisse dokumentiert und im Betrieb verankert, so dass der positive Nutzen möglichst lange erhalten bleibt. Es kann auch eine lose weitere Zusammenarbeit angestrebt werden.

Es handelt sich im Prinzip um ein Netzwerk, in dem man miteinander lernt, Wissen in lebendiger Form bewahrt, praktische Tipps austauscht, konkret umsetzt (das ist ein wesentlicher Aspekt) und damit etwas „verändert“!

Dies alles geschieht auf absoluter Freiwilligkeit und die Eigeninitiative der Mitglieder  ist besonders wichtig. Das Thema muss die Kerngruppe begeistern.  Eine kompetente Moderation ist nötig, ansonsten sollten sich die Aktivitäten aus einem Aktivitätenmix zusammensetzen. Ein wichtiger Aspekt ist weiters die absolute Praxisnähe, neue Erkenntnisse sollten sofort in der Praxis ausprobiert werden können. Der Einzelne investiert seine Identität und Mitarbeit und bekommt dafür andere, neue Erkenntnisse und Tipps. Ein grundlegendes Buch zu diesem Thema: Etienne Wenger, Cultivating Communitys of Practice.

Beispiele, die nach CoPs „riechen“: Vereine, Jungschargruppen, Theatergruppen, Schülerparlament, COOLe Schule, eLsa, NMS, KreativInnovativ etc.  Es geht immer darum: Wer WILL, der kann mitmachen! Sociale media sind nicht unbedingt CoPs, aber sie sind ein guter Nährboden dafür.

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