Gedanken zu Moodle

Ich verwende bereits seit einigen Jahren die Lernplattform Moodle in meinem Unterricht. Nicht immer wurde diese Plattform von meinen SchülerInnen mit offenen Armen aufgenommen, denn es bedeutete für sie, zusätzlich zum Präsenzunterricht in Heimarbeit Aufgaben erledigen zu müssen. In Zeiten von Social Media sind Lernplattformen außerdem nicht mehr unbedingt eine motivierende und spannende Sache.

Das Arbeiten mit Lernplattformen kann nur gelingen, wenn man folgende Dinge beachtet: Ein gut geplantes Setting sowie motivierende Aufgabenstellungen sind  Grundvoraussetzung für das Gelingen von Moodlesequenzen. Das Ziel der Arbeit auf der Plattform muss für die SchülerInnen sichtbar gemacht werden und es sollte klar sein, welche Kompetenzen die SchülerInnen erreichen sollen.

Leider verwenden viele Lehrende die Lernplattform aber immer noch als „Linkschleuder“ und geben keine geeigneten, kooperativen Arbeitsaufträge.  Moodle ist jedoch eine Kommunikationsplattform und bietet vielfältigste Möglichkeiten der Zusammenarbeit, bin hin zu länderübergreifenden Projekten.

Richtg eingesetzt ist die Lernplattform ein ideales Tool für die Gestaltung eines interessanten, aktivierenden und multimedialen  Unterrichts. Außerdem können die Lehrenden während des Lernprozesses orts- und zeitunabhängig helfend und individuell eingreifen und sofort Feedback geben. Und die SchülerInnen können jederzeit, auch nach dem Präsenzunterricht, rückfragen.

Durch das „öffentliche“ Arbeiten in z.B. Foren kann die ganze Klasse von der Arbeit der Peergroup profitieren. Die Hausübungen verschwinden nicht mehr in den Schultaschen sondern können in den Foren von allen MitschülerInnen gelesen und kommentiert werden. Dies fördert auch den Willen, bessere Leistungen zu erbringen, denn die Lernprozesse werden sichtbar gemacht. (Das klassische Schulheft wird von maximal drei Personen gelesen: SchülerIn, LehrerIn, Eltern.)

Lerntagebücher und Portfolios können auf Moodle elektronisch geführt werden und werden von der  Lehrkraft auch nach dem Unterricht betreut. Die  Lehrenden werden so zu Begleitern oder Coaches und können jederzeit und individuell auf die SchülerInnen eingehen. Die Lehrenden werden auch nicht mehr als jemand wahrgenommen der Wissen „füttert“ und anschließend abfragt. Der  Einsatz von Moodle im Unterricht lohnt sich allemal und ist ein zeitgemäßes Werkzeug,  das die Lernumwelt  der SchülerInnen an ihre  Lebenswelt anpasst.

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