Videos im Sprachunterricht

Eine eLecture, an der ich kürzlich teilnahm, gab mir den Impuls, wieder einmal Videos im Unterricht einzusetzen. Videos, im besonderen Filme auf DVD, werden meiner Erfahrung nach eher als „Abwechs- lung“ bezw. als „Stunden- füller“ am Ende des Jahres eingesetzt, wenn SchülerInnen zu nichts anderem mehr motivierbar sind und so mit einem Film „ruhiggestellt“ werden. Man würde es nicht glauben, aber es gibt tatsächlich noch Kollegen, deren Stundenvorbereitung offenbar zu 90 Prozent aus „Filme zeigen“ besteht.

Videoeinsatz im Unterricht sollte jedoch auf jeden Fall gut vorbereitet werden. Dabei gibt es eine Fülle von Möglichkeiten, wie man solche Kurzvideos (3-5 Minuten) didaktisch aufbereitet. Eine Videosequenz sollte geplant, zum jeweiligen Unterrichtsthema passend und vor allem „zielgerichtet“ eingesetzt werden. Die Lerner sollen dabei immer aktiviert werden. Dies kann bereits mit einer globalen Frage beginnen: Was ist das für ein Film? Was will ich damit? Die Aufmerksamkeit der Lerner ist somit zentriert und sie schalten nicht automatisch auf  „Ich lass mich berieseln“.

Die Bearbeitung eines Videos kann auf jedem sprachlichen Niveau eingesetzt werden. YouTubeEDU, teacherTV  und andere Videoportale sind mittlerweile eine gute Fundgrube zu fast jedem Thema. Die didaktische Aufbereitung obliegt der Phantasie und dem Geschick der Lehrenden. Hier nur einige wenige Aufgabenstellungen:

  • Standbild (oder Titel) zeigen und einfachste Dinge herausarbeiten, wie Farben, Gegenstände …)
  • Variante: Schau genau! Welche Farbe hatte der Ball? Wieviele Personen kamen vor? etc. etc.
  • Video ohne Ton zeigen, SchülerInnen sollen Titel oder Untertitel dazu erfinden. Anschließend Vergleich mit dem Original.
  • Untertitel mit overstream.net erstellen.
  • Lehrende/r erstellt Untertitel mit Lücken, SchülerInnen füllen diese, nach oder während des Betrachtens des Videos.
  • Die Klasse wird in zwei Gruppen geteilt, eine Gruppe sieht das Video und berichtet der anderen Gruppe anschließend  in der Fremdsprache was gesehen wurde. Dies kann auch auch in Paaren erfolgen.
  • Die SchülerInnen bekommen eine fehlerhafte Zusammenfassung des Videoinhaltes und sollen diese korrigieren.
  • Anfang oder Ende erfinden lassen. Video stoppen: Wie könnte es weitergehen?
  • Die SchülerInnen sollen eine Filmkritik für eine Filmzeitschrift schreiben.
  • Bei Werbefilmen einen eigenen Werbeslogan/Werbetext entwerfen. Video ohne Ton zeigen.
  • SchülerInnen schreiben eine Kurzzusammenfassung mit einer vorgegebenen Wortanzahl. etc. etc.

Eine weitere Herausforderung wäre es natürlich, SchülerInnen eigene Videos erstellen zu lassen. z.B. mit ihren Handys. Dies erfordert allerdings schon mehr Medienkompetenz von Seiten der Lehrenden, macht aber den SchülerInnen enorm viel Spass!

Advertisements

0 Responses to “Videos im Sprachunterricht”



  1. Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




Mon.blog.perso.

Alles was mich bewegt... vor allem eLearning & Co

Kategorien

Archive

Neueste Kommentare

auteur zu Beurteilung der mündlichen…

Creative commons

Creative Commons License
Dieser Werk oder Inhalt ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.

Blogstatistik

  • 11,459 hits

Woher kommen die Besucher

Visiteurs

free counters
compteur pour blog

%d Bloggern gefällt das: