#mooc7 – Soziale Medien in der Schule

Ab 6. Oktober 2014 bietet die Plattform imoox.at über acht Wochen hindurch Moocs, vor allem für StudentInnen, LehrerInnen und SchülerInnen, sowie für alle Interessierten zu diversen Themen an. Der Kurs „Soziale Medien + Schule: für wen, wieso, wozu?“ wendet sich vor allem an Lehrende, die sich mit sozialen Medien, ihrem Einsatz in der Schule, sowie deren positiven und negativen Aspekten noch nicht auseinandergesetzt haben. In diversen Lernvideos (vor allem Interviews mit ExpertInnen und SchülerInnen), jeweils gefolgt von weiterführenden Lernressourcen, einem Wissensquiz und einem Forum, wird dieses Thema auf einfache und übersichtliche Art behandelt und gibt den Newbees einen guten Überblick.

Inhalte: Nach einer allgemeinen Einführung in der ersten Woche gibt es in der zweiten Woche einen Überblick über soziale Netzwerke und Plattformen, sowie deren Einsatzmöglichkeiten. In Woche drei wird auf das Verhalten in sozialen Medien und auf die Vertrauenswürdigkeit von Inhalten, sowie auf Netiquette eingegangen. Die vierte Woche beschäftigt sich mit den rechtlichen Aspekten wie Nutzungsbedingungen und Rechtsverletzungen, sowie deren Konsequenzen. Dabei ist besonders interessant das Recht auf Richtigstellung bzw. Löschung persönlicher Daten oder auch die Bedeutung von Urheberrecht. In der fünften Woche geht es um die Gefahren in sozialen Netzwerken, Begriffe wie Cybermobbing, Cybergrooming etc. werden erklärt. Datenschutz kommt in der sechsten Woche zur Sprache. Das größte Problem dabei ist, dass man nie weiß, was mit den Daten geschehen wird. Soziale Medien werden als sogenannte „Ich-Absauger“ bezeichnet. Der Experte meint, dass in naher Zukunft möglicherweise das Suchen über Suchmaschinen nicht mehr notwendig sein wird, weil das System schon so viel über uns weiß, dass uns sofort personalisierte Suchergebnisse geliefert werden. Weiters: Wer etwas verschlüsselt sucht ist für Überwacher möglicherweise interessanter, als der unbedarfte User. Das Lernen wird außerdem in Zukunft viel effizienter und modularer sein, weil das System schon weiß, was ich noch nicht kann und daher auf den einzelnen Lerner zugeschnittene Lernhappen bereitstellen kann. Die siebente Woche beschäftigt sich mit Lehren und Lernen in sozialen Medien. Ein kompetenter Umgang damit sollte vermittelt werden, damit konzentriertes Arbeiten möglich ist und zwar in allen Fächern. Ein Einbeziehen von sozialen Medien wäre sinnvoller als deren Verbot. Das Dilemma ist jedoch, dass Lehrkräfte sich selbst oft nicht gut auskennen oder die Medien der Jugendlichen nicht benutzen. Sie sollten sich jedoch auch mit Medien wie Whats App auseinandersetzen, auch wenn dieses Medium ungeeignet für den schulischen Gebrauch ist. Interessant ist, dass SchülerInnen vor allem WhatsApp verwenden, um sich Lösungen oder Hausübungen als Foto zu schicken. In der achten Woche geht es um die Faktoren Geld (z.B. Kostenfallen) und darum, wofür die Zeit in Sozialen Medien überhaupt genutzt wird, sowie deren Suchtgefahr. Man will zur Reflektion über soziale Medien anregen und darüber, wie man dennoch positiv in sozialen Medien agieren kann. Zum Schluss dann noch das Thema social TV oder second screen. Viele Themen also, die leider nur kurz angeschnitten werden.

Hat man in diesen acht Wochen alle Quizzes absolviert und die Fragen zu 75% richtig beantwortet, bekommt man, wenn man will, eine Teilnahmebestätigung, die allerdings nirgendwo angerechnet wird.

FAZIT: Dieser Mooc sollte Teil der Ausbildung jedes/r Lehramtsstudenten/in schon im ersten Semester sein, und in der Folge müsste man dann Moocs zu konkreten didaktischen Einsatzmöglichkeiten anbieten und zwar zu den einzelnen, oben angerissenen Themen.

In solchen oder ähnlichen Moocs, die herkömmliche Präsenzseminare ersetzen könnten, sehe ich sehr wohl die Möglichkeit Lehrende fortzubilden, allerdings müsste ein gültiges Zeugnis erworben werden können. Dazu müsste man sich noch ein geeignetes Evaluierungssystem überlegen, denn die Quizzes allein sind dafür nicht geeignet.

Leider geht die Reform der LehrerInnenausbildung aber nur schleppend voran, sodass die Mehrheit der JunglehrerInnen in die Schule kommt und von E-Learning und Medienkompetenz kaum eine Ahnung hat.

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