#mooc8 – Einsatz mobiler Endgeräte im Unterricht

handymooc2015Wie können Lehrende in Schulen ihre Smartphones zur multimedialen Unterrichtsgestaltung nutzen? Dies war das Thema des siebenwöchigen Moocs des Zentrums für Mediales Lernen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). In der ersten Woche wurden die Kamerafunktion des Handys und ihre Einsatzmöglichkeiten vorgestellt. Von didaktisch motivierten Fotos mit Alltagsbezug bis hin zur Unterrichtsdokumentation durch abfotografierte Tafelbilder wurden einige Möglichkeiten vorgestellt.

In der zweite Woche wurde gezeigt, dass man mit einem passenden Adapter das Handy an den Beamer anschließen kann, oder mittels Bluetooth einen Lautsprecher verwenden. Interessant war auch, wie man Audio CDs durch „rippen“ auf’s Smartphone bringt. So hat man Audiodateien jederzeit im Unterricht bereit, ohne andere Geräte verwenden zu müssen. Auch das Präsentieren von Schülerarbeiten geht ganz schnell durch Abfotografieren und Beamen.

In der dritten Woche erfuhr man interessante Details über das Urheberrecht, dem Schutz von geistigen und künstlerischen Leistungen: Eine Idee ist noch keine Leistung ist daher auch noch nicht urheberrechtlich geschützt. Es muss eine sogenannte „Schöpfungshöhe“ gegeben sein. Ein Text erreicht erst dann die Schöpfungshöhe, wenn er die eigene Meinung enthält. Beim Zitieren ist eine Verbindung des Zitates mit den eigenen Gedanken notwendig. Der eigene Anteil muss überwiegen und das Zitat nur zum Belegen der eigenen Ausführungen dienen. Interessant war auch, dass aus einem Buch nur max. 10% oder 20 Seiten kopiert werden dürfen. Dies gilt pro Klasse/Schuljahr/Werk. Digital kopieren oder scannen darf man nur Werke ab 2005. Kopien dürfen nicht ins Intranet oder Moodle gestellt werden. Beamen darf man sie schon, das ist ja keine Kopie!
Weiters wurde vom Recht auf informationelle Selbstbestimmung gesprochen. Man bestimmt selbst, ob die eigene Daten veröffentlicht werden dürfen (Name, Adresse, Schriftbild, Stimme oder Foto). Die Speicherung personenbezogener Daten sollte so selten als möglich geschehen. Speichern in Dropbox oder Google Drive geht gar nicht, weil nicht im europäischen Raum! Eine Einwilligung der Eltern (auch der Lehrer einer Schule) ist notwendig. Auch für Tonaufnahmen braucht man eine mündliche Einwilligung!!! Tonaufnahmen sollten nach der Unterrichtseinheit wieder gelöscht werden. Spätestens jedoch am Ende eines Schuljahres MÜSSEN sie gelöscht werden. Mit einer FotoTresorApp ist es möglich, private und im Beruf gemachte Fotos zu trennen. Auf keinen Fall sollten sie in einer Cloud gespeichert werden. In der vierten Woche ging es um das Zeigen von Videos mit dem mobilen Endgerät, sowohl über das Internet, als auch offline mit einer PodcastApp (= Vom Urheber beabsichtigte Nutzung ohne Urheberrechtsverletzung). Mit der App Documentcamera kann man z.B. Schülerarbeiten visualisieren/herzeigen. Man braucht dazu aber ein Stativ und eine Verbindung mit dem Beamer. Außerdem wurde gezeigt, wie man ein Tablet als digitale Tafel verwendet, d.h. mit einem Stift auf dem Tablet schreibt und beamt. Diese Tafelbilder können auch in ein pdf umgewandelt und verschickt werden, zB kranken Schülern.

Die fünfte Woche brachte Tipps zu nützlichen Apps. Z.B. können mit der App Skitch (von Evernote) Pfeile auf Fotos gezeichnet oder Gesichter verpixelt werden. Da die App die Bilder in der Cloud speichert, sollte der erste Schritt in der App übersprungen werden. Mit diversen ScannerApps (CamScanner, GeniusScanner, EvernoteScannable, ScannerPro) können Dokumente gescannt, bearbeitet und verschickt werden. Datenschutz dabei ein wichtiges Thema, man sollte immer genau die Kontaktdaten lesen. Mit der App CoachesEye kann man Videos in Zeitlupe abspielen (für Bewegungsabläufe). Die App WolframAlpha scheint mir sehr interessant zu sein. Mit ihr kann man wissenschaftliche Datenbanken oder Statistiken abrufen. Z.B. wieviele Menschen sprechen eine bestimmte Sprache, oder wieviel Zucker enthält ein Cola im Vergleich zu einem Glas Milch etc.

In der sechsten Woche ging es um die Infrastruktur in der Schule. Um ins Internet zu kommen sollte man sich einen Gastzugang zum Wlan vom Administrator holen. Nützliches Zubehör ist auch ein Stativ. Mit dem Zusatzgerät AppleTV (ca. 80€) kommt man drahtlos zum Beamer, Wlan ist jedoch nötig. In der letzten Woche bekam man ebenfalls noch interessante Tipps. Z.B. wie man dienstliche und private Daten getrennt hält. Bei Fotoapps sollte man das automatische Speichern in der Cloud deaktivieren. Mit der oben genannten FototresorApp speichert man die Fotos am eigenen Gerät.

Zum Schluss wurde noch Flipped Classeroom vorgestellt und wie man einfache Videos selbst herstellt. Dabei sollte man informationslastige Inhalte den Schülern als Video zum Bearbeiten zu Hause zur Verfügungs stellen und das Üben dieser Inhalte dann in den Unterricht verlegen. Tipps zum Erstellen von Lernvideos: Der Aufbau sollte zunächst eine Einleitung (Lernziel) enthalten, dann die Vermittlung des Inhaltes und am Schluss eine Zusammenfassung (was habe ich gelernt) und eventuell eine Transferaufgabe. Mit Explaineverything + Tutorial lassen sich einfache Videos  erstellen. Mit imoovie oder mooviemaker die Videos schneiden. Gute Lernvideos findet man auf http://www.sansch.wordpress.com und auf vimeo.com/videoscool.

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