Archive for the 'Lernen' Category

Philosophieolympiade

Schön, dass es im Zeitalter von WhatsApp & Co, in dem es vor allem um einen raschen Austausch von möglichst kurzen Informationen geht, auch noch Veranstaltungen gibt, wo junge Menschen angeregt werden, längere Texte zu philosophischen Themen zu verfassen, die zu Reflexion anregen! 😉 Hier geht es zur HOMEPAGE und zu den interessanten Themen der diesjährigen Philosophieolympiade, an der erfreulicherweise viele österreichische Schulen teilgenommen haben. Die Ergebnisse der SiegerInnen lassen sich durchaus sehen!

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Unterrichtsmaterialien

Manchmal wird man fündig, wenn man nach brauchbaren Unterrichtsmaterialien im Netz sucht. Nicht immer genau dann, wenn man sie gerade braucht. Einige Lehrende sammeln daher solche Übungen oder Videos in ihrem Blog, um sie zu einem späteren Zeitpunkt zur Hand zu haben. Selbst so einen „Unterrichtsmaterialienblog“ zu erstellen, um Content, den man für gut und brauchbar erachtet zu „lagern“, um ihn dann bei Bedarf einsetzen zu können, ist eine feine Sache. Tags und Kategorieneinteilung erleichtern das rasche Wiederfinden. Man kann so ein Blog auch SchülerInnen zur Verfügung stellen, z.B. in einem „Flipped classroom“ Szenario. Ihn im Team mit KollegInnen zu erstellen ist ebenfalls eine feine Sache. Auf jeden Fall müsste man nicht mehr langwierig im Netz nach gutem Content suchen, wenn man zu einem bestimmten Thema etwas braucht, sondern sofort erprobtes, empfohlenes Material in seinem eigenen Blog finden.

Eine andere Möglichkeit, guten Content zu sammeln, ist Sccop.it. Dies scheint mir aber eher ein Social Bookmarking Tool zu sein, wie z.B. delicious. Obwohl es eine Suchfunktion hat, scheint es mir dennoch nicht so übersichtlich zu sein, wie ein Blog.

Paradigmenwechsel? Nicht unbedingt!

e_learning_2014Es bedarf keines revolutionären Paradigmenwechsels, um guten Unterricht zu machen! Es gibt lediglich ein paar Dinge, die beachtet werden sollten und die gute Lehrende immer schon beachtet haben:

  1. Dem Unterricht eine gute und logische Struktur geben (die zentralen Fragen der Unterrichtseinheit deutlich machen), planen!
  2. Die Lernziele klar mitteilen (informieren, Was Wozu gelernt werden soll).
  3. Den Einstieg in die  Unterrichtseinheit interessant gestalten, Interesse wecken! („Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“)
  4. Die Bedeutung für die Lernenden herausstreichen (Bezug zur Lebenswelt der SchülerInnen herstellen).
  5. Handlungsorientierte Aufgaben stellen, SchülerInnen aktivieren und  Transferaufgaben geben.
  6. Methoden- und Medienvielfalt (Ansprechen aller Sinne, Einsatz verschiedener Medien) schafft Abwechslung und beugt Langeweile vor.

Diese einfachen Unterrichtsrezepte sind seit mehr als 30 Jahren bekannt und funktionieren immer noch. Aber, wie gesagt, das ist nur das Rezept. Das Salz in der Suppe dosiert der Lehrende mit seinem pädagogischen Geschick und seiner Persönlichkeit.

Digitale Medien und Schule

Eine Kollegin posaunte heute mit leicht süffisantem Unterton in die Kollegenschaft: „Die junge Deutschlehrerin verwendet digitale Medien im Unterricht, aber können tun die SchülerInnen dadurch auch nicht mehr.“ ( … als wenn man nur analoge Unterrichtsmittel verwendet?). Was steckt hinter solch einer Aussage? Neid oder einfach nur Unkenntnis, was den Einsatz neuer Medien im Unterricht betrifft ? Zu glauben, SchülerInnen werden auf einmal zu MusterschülerInnen, die alles können, wenn man nur den Computer im Unterricht einsetzt, ist wohl ziemlich blauäugig. Das Lernen an sich funktioniert leider immer noch „analog“, nämlich im Gehirn. Die Kollegin meinte weiters, „durch das ewige Anklicken merken sich die SchülerInnen den Stoff auch nicht besser“.  Mit „anklicken“ meinte sie wohl Einsetzübungen oder Dropdownfelder à la Hot Potatoes? Diese Art des Computereinsatzes halte auch ich für entbehrlich, da er nur eine Fortsetzung alter Methoden mit neuen Hilfsmitteln darstellt.

Wirklich guter Unterricht mit digitalen Werkzeugen –  und Computer sind als Werkzeuge und sonst gar nichts zu sehen – gelingt nur dann, wenn es sinnvolle Arbeitsaufträge gibt, die die SchülerInnen zwar immer noch mit ihrem geistigen Einsatz und ihrer Hirntätigkeit lösen müssen, aber halt mit der Informationsbeschaffung und mit den kollaborativen und partizipativen technischen Hilfsmitteln aus der digitalen Welt.

Was die Motivation der SchülerInnen betrifft, so ist der Computereinsatz im Unterricht schon lange nicht mehr Motivationsfaktor Nummer eins. Es kommt immer darauf an, was man mit Medien macht. Eine herausfordernde, interessante Aufgabe, die den SchülerInnen auch ein paar technische Skills abverlangt, und ein multimedialer Output, sprich Präsentation des Ergebnisses ihrer Arbeit, kann aber sehr wohl mitivierend sein.

In Zeiten von Smartphones und sozialen Netzwerken ist es aber eigentlich keine Frage mehr, ob man digitale Werkzeuge im Unterricht verwenden sollte oder nicht. Und es geht auch nicht darum, ob SchülerInnen mit digitalen Werkzeugen „besser lernen“.  Nein, wahrscheinlich tun sie es nicht. Im Grunde geht es sowieso nur mehr darum, WIE und WANN Computer im Unterricht eingesetzt werden sollen.

Viele Lehrende befinden sich  immer noch in einer Web 1.0 Welt  und leider gibt es auch noch viel zu wenige,  qualitativ hochwertige Fortbildungen zu didaktischem Know How des „digitalen Lernens“. Den Computer aus seinem Unterricht zu verbannen, nur „weil die SchülerInnen dadurch möglicherweise auch nicht mehr wissen“, geht aber sowieso nicht mehr. 🙂

Update am 24. Mai 2013 : Zu diesem Thema habe ich heute einen wirklich guten Artikel im Online-Magazin „Digital lernen“ gefunden. -> DIGITALES LERNEN, Geschäftsmodell statt Unterricht

Zeit für ein Diktat

Das Diktat im Fremdsprachenunterricht scheint ein wenig in Vergessenheit geraten zu sein. Vor allem im Französischunterricht wäre es aber von Vorteil, diese etwas verstaubt anmutende Methode von Zeit zu Zeit einzusetzen. SchülerInnen SCHREIBEN zu wenig! Vor allem durch die Zunahme an interaktiven Übungen, wo auf Dropdownfelder geklickt werden muss oder per Drag&Drop zugeordnet werden soll, kommt das Üben der Orthographie durch aktives Schreiben viel zu kurz. Nicht selten hört man von SchülerInnen auch, dass sie sich etwas erst dann gut merken, wenn sie es niedergeschrieben haben.

Der Fokus in der Fremdsprachendidaktik liegt zur Zeit stark auf dem Training der rezeptiven Fähigkeiten wie Hörverständnis und Textverständnis. Zweifelsohne die wichtigsten Fähigkeiten beim Spracherwerb. Jedoch besteht auch ein nicht unwesentlicher Teil der Arbeitsaufträge in der Schule, z.B. bei Schularbeiten und Maturaarbeiten, aus der Verschriftlichung verschiedener Textsorten. Daher wären Diktate durchaus nützlich und sinnvoll. Varianten des klassischen Lehrerdiktats könnten z.B. sein: Laufdiktate, Partnerdiktate, Diktate durch Tonträger, oder Selbstdiktate mittels Wendeblatt. Profs de FLE, faites-vous des dictées? oder ZUM Wiki – Diktate

Es wäre auch zu überlegen, ob man Diktate auf einem Tablet oder am PC schreiben lassen sollte, da die Maturaarbeiten in Zukunft ebenfalls digital abgefasst werden müssen.

Lernen und Freiheit

Eine nette Geschichte zum Thema Lernen und Freiheit aus der F.A.Z

Vor ein paar Jahren, als es die Deutsche Demokratische Republik noch gab und ich zur Schule ging, sollten wir im Zeichenunterricht ein Plakat zum Thema „Freiheit“ malen. Von heute aus gesehen finde ich es sonderbar, dass es ausgerechnet Freiheit war, normalerweise ging es bei uns um Frieden und Sozialismus. „Für Frieden und Sozialismus – seid bereit!“ riefen die Lehrer beim Fahnenappell, und wir hoben die Hände zum Pioniergruß und riefen: „Immer bereit!“ In jener Zeichenstunde zur Freiheit aber sollten wir nun wirklich frei sein, unser Plakat so zu gestalten, wie wir wollten. Es musste lediglich, so war es vorher angesagt worden, auffallen und zum Nachdenken anregen.

Am Ende der Stunde heftete die Lehrerin alle Plakate an eine Seite der Tafel, nur das Plakat von Jan hing auf der anderen. Im Gegensatz zu den meisten von uns hatte er keine lachenden Kinder gemalt, die beschützt von den Soldaten der Volksarmee auf blühenden Wiesen spielten. Er hatte einen Pinsel genommen und „Freiheit“ auf Papier geschrieben, so groß dass das „i“ und das „t“ gar nicht mehr drauf passten. Nach zehn Minuten war er fertig gewesen. Nun sollte er aufstehen und sich dafür rechtfertigen.

“Warum habe ich wohl Dein Plakat nicht zu den anderen gehängt?“ fragte ihn die Lehrerin.

“Ich weiß es nicht“, antwortete er.

Daraufhin fragte sie in die Klasse, ob jemand anderes sich das vielleicht erklären könne, und ohne zu erkennen, worauf das hinauslaufen sollte, antworteten die Eifrigen, dass sich Jan keine Mühe gegeben habe, nach zehn Minuten fertig gewesen sei und man das Wort Freiheit auch gar nicht richtig lesen könne.

“Hast Du dazu was zu sagen, Jan?“, fragte die Lehrerin.

Jan stand da und hatte die roten Flecken im Gesicht, die er immer bekam, wenn er aufgeregt war. Aber seine Stimme klang ganz ruhig, als er antwortete. Er sagte, er habe gedacht, ein Plakat solle auffallen, zum Nachdenken anregen, und seiner Meinung nach tue das sein Plakat. Sonst hätte es die Lehrerin kaum aussortiert und wir würden auch nicht schon so lange darüber reden, statt über die anderen.

“Außerdem ist Freiheit eine so große Sache, die passt nicht auf ein Blatt“, sagte er.

Dann klingelte es.

Online lernen und lehren

Eine spannende Veränderung des Lehrens und Lernens zeichnet sich in der Hochschullehre ab. „Flipped Classeroom“ (inverted classeroom) nennt sich eine Unterrichtsmethode, bei der die Studenten die Unterrichtsinhalte via Videos geliefert bekommen und im Selbststudium erarbeiten sollen. Der eigentliche Unterricht, der lediglich zur Einübung und Diskussion der Inhalte dienen soll, beziehungsweise Hilfestellung bei Problemen anbietet, geschieht in einer darauffolgenden Präsenzphase. Im Sinne einer Methodenvielfalt kann diese Methode sicher auch gewinnbringend in der Schule  angewendet werden.

Blog zu „inverted classeroom“: http://invertedclassroom.wordpress.com

ZUM-Wiki: http://wiki.zum.de/Flipped_Classroom

La classe à l’envers in Le Monde

Kritischer Artikel zu flipped classeroom: Cosa succede se rovesciamo la scuola?

Eine sehr gute Anleitung, wie flipped classroom gehandhabt werden sollte!


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