Archive Page 2

Philosophieolympiade

Schön, dass es im Zeitalter von WhatsApp & Co, in dem es vor allem um einen raschen Austausch von möglichst kurzen Informationen geht, auch noch Veranstaltungen gibt, wo junge Menschen angeregt werden, längere Texte zu philosophischen Themen zu verfassen, die zu Reflexion anregen! 😉 Hier geht es zur HOMEPAGE und zu den interessanten Themen der diesjährigen Philosophieolympiade, an der erfreulicherweise viele österreichische Schulen teilgenommen haben. Die Ergebnisse der SiegerInnen lassen sich durchaus sehen!

Advertisements

IMG_8797Die Leute sagen immer:

Die Zeiten werden schlimmer.

Die Zeiten bleiben immer.

Die Leute werden schlimmer.

J. Ringelnatz

Rating – Mündliche RDP

Das Beurteilen der mündlicher Reifeprüfung in den Fremdsprachen muss in Zukunft durch zwei Prüfer/nnen erfolgen, und zwar mittels eines ‚holistischen‘ und eines ‚analytischen‘ Fragebogens. Wobei der/die Prüfer/in mit ersterem und der/die Beisitzer/in mit letzterem arbeitet. Anschließend sollen sich beide Prüfer/innen gemeinsam auf eine möglichst objektive Beurteilung einigen.

Anhand von Videos, die Prüfungssituationen simulierten, sollten Lehrende im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung für Prüfer/innen, mündliche Leistungen von Schüler/innen beurteilen. Dabei stellte sich heraus, dass nicht alle Lehrenden zu den selben Ergebnissen kamen. Die Beurteilungsbögen lassen also offensichtlich Interpretationsmöglichkeiten zu.

Man sollte jedoch annehmen, dass diese Beurteilungsbögen erstellt wurden, um eine möglichst gerechte und objektive Beurteilung  zu ermöglichen. Warum, frage ich mich also, kamen die Lehrenden zu so unterschiedlichen Beurteilungen?

Vorwissenschaftliche Arbeit

Wie schreibt man eine vorwissenschaftliche Arbeit? Anregungen und viele Tipps, sowie Literatur zum Einlesen findet man auf diesem BLOG. Ein hervorragendes Service, interessant sowohl für Lehrende, als auch für Schüler*innen.

Aus diesem Blog: Anregung zum Zeitmanagement

Beppo, der Straßenkehrer, erklärt Momo seine Strategie beim Straßenkehren:

„Siehst du, Momo“, sagte er dann zum Beispiel, „es ist so: Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man.“

Er blickte eine Weile schweigend vor sich hin, dann fuhr er fort: „Und dann fängt man an, sich zu eilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst, und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen.“

Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter: „Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten.“

Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte: „Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.“

Und abermals nach einer langen Pause fuhr er fort: „Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste.“ Er nickte vor sich hin und sagte abschließend: „Das ist wichtig.“

Quelle: Michael Ende: MOMO oder Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte, 1973, K. Thienemanns Verlag, Stuttgart, Seite 36 f (angepasst an die neue Rechtschreibung)
Nach einer Idee aus dem Buch von Michaela Schmitz und Nicole Zöllner: Der rote Faden – 25 Schritte zur Fach- und Maturaarbeit, 2007, orell füssli-Verlag AG

Eine Seite für die AHS zur VWA -> HIER

#mooc11 – Français A2

 

mooc2Die Alliance française entwickelte einen Mooc für FranzösischlernerInnen des Niveaus A2 auf der Plattform FUN. Eine super Sache – dachte ich. Leider erwies sich die Handhabung der Plattform als ziemlich mühsam, da  der Zugriff sehr sehr langsam war, womöglich durch die große Anzahl der TeilnehmerInnen. Gleich zu Beginn des Moocs funktionierte die Technik gar nicht gut, erledigte Aufgaben wurden nicht registriert und die Punkte nicht gezählt.

Der Mooc dauerte 7 Wochen, wobei jede Woche eine Hörübung und eine Video mit diversen Aufgaben, z.B. mittels Dropdownfeldern, bestand, sowie einer Grammatikübung und dem Verfassen eines kurzen Textes, der durch die TeilnehmerInnen bewertet wurde. Die Videos waren sehr nützlich, allerdings war der Schreibauftrag bis Freitag jeder Woche zu erledigen, was sich für die Wochenendlerner  als nicht praktikabel erwies. Die Aufgabenstellungen waren zum Teil in einem etwas anspruchsvolleren Sprachniveau verfasst, man konnte allerdings die Plattform auf Englisch umstellen. Zu überdenken wäre eventuell, ob die vielen fehlerhaften Postings in den Foren für einen korrekten Spracherwerb förderlich sind.

Ein Rätsel, das sich aus jeweils einem Baustein, das am Ende jeder Woche zu finden war, zusammensetzte, erwies sich als nicht ganz leichte Nuss, war aber gut gemeint.

Resümee: Ein ziemlich gut konzipierter Kurs, der vor allem wegen der sehr guten Videos äußerst brauchbar wäre, für A2 Lerner aber leider eine Spur zu schwierig (SchülerInnen des A2 Niveaus schafften es kaum) und auf Grund der schwach funktionierenden Technik leider etwas entmutigend. Schade!

Beurteilung schriftlicher Performanzen

Im Rahmen der schriftlichen zentralen Reifeprüfung können im BHS Bereich folgende Textsorten behandelt werden: Artikel, Bericht, Blog, E-Mail und Broschüre. Am 16. und 17. Nov. erhielten die Lehrenden der 2.Lebenden Fremdsprachen (erstmals) eine Einführung zum Korrigieren von Schülerperformanzen (vom Schüler verfasste Texte) mit dem dafür vorgesehenen Beurteilungsraster. Dieser beinhaltet vier Spalten, die gleich gewichtet werden: Erfüllung der Aufgabenstellung, Aufbau und Layout, Spektrum sprachlicher Mittel und Sprachrichtigkeit. Das bedeutet, dass nicht unbedingt die Fehlerhaftigkeit eines Textes ausschlaggebend sein muss für eine positive Beurteilung, sondern dass eben auch inhaltliche Aspekte gut erfüllt sein müssen.

Zugegeben, das Korrigieren nach diesen Kriterien erfordert etwas Übung, denn jede Spalte muss strikt für sich allein beurteilt werden. Dennoch hat man das Gefühl, dass die Beurteilung auch mit diesem Raster nie ganz objektiv sein wird. Ein Rest an Subjektivität bleibt einfach immer erhalten. Hilfreich kann bei der Korrektur die Verwendung von Farbcodes sein, um auf einen Blick zu erkennen, wo die Stärken des Textes liegen.

Eine interessante Entwicklung gibt es zum Thema Schularbeiten. Die Gestaltung der Schularbeit in Hör-, Lese- und Schreibauftrag muss  neuerdings nicht mehr eingehalten werden, es können z.B. auch nur Schreibaufträge gegeben werden und die Hör- und Lesekompetenz außerhalb der Schularbeit getestet werden. Das scheint sinnvoll zu sein, zumal die Validität durch eine kurze Hörübung nie gegeben sein kann, sondern mindestens vier Teilaufgaben mit verschiedenen Testformaten erst zu einem aussagekräftigen Ergebnis führen können. Damit entfällt dann auch die krampfhafte „Gewichtung“ bei den Schularbeiten, da ja rezeptive und produktive Teile ganz schwierig auf einen Nenner zu bringen sind, auch nicht mit komplizierten mathematischen Formeln und Berechnungen (was ursprünglich übrigens mittels eines Schularbeitsrechners geplant war, den man nun wieder verworfen hat). Eine kompetenzorientierte Leistungsbeurteilungsverordnung gibt es allerdings noch immer nicht!

Beurteilung der mündlichen Reifeprüfung

Wieder mal eine Fortbildung zur mündlichen Reifeprüfung an der KPH besucht. Im Wesentlichen wurden die Kriterien für die Erstellung von mündlichen Prüfungsfragen besprochen, wie schon in etlichen früheren Seminaren auch. Interessant waren die Videos über simulierte Prüfungen, die man mit Hilfe des holistischen und analytischen Bewertungsbogens bewerten sollte. Wie erwartet waren die Bewertungen durch die Lehrenden sehr unterschiedlich, was wieder einmal zeigte, wie schwierig eine objektive Bewertung ist. Im Endeffekt bleibt die Bewertung wieder subjektiv geprägt, denn die Bewertungsbögen sind alles andere als aussagekräftig.

Besonders schwierig ist die Erstellung von Prüfungsfragen für die mRDP, vor allem im berufsbildenden Schulbereich. Die Kriterien sind ziemlich genau vorgegeben, das Formulieren der Fragen ist allerdings nicht ganz so einfach. Die kompetenzorientierten Aufgabenstellungen erfordern einiges an Geschick, da die KandidatInnen ja nichts wiedergeben sollen, was sie gelernt haben. Es zählt einzig und allein die Beherrschung sprachlicher Bausteine, die zur Lösung der Aufgaben herangezogen werden sollen. Auswendiglernen war einmal. Aber auch die Prüfer sind gefordert, denn im dialogischen Teil der Aufgabe verläuft das Gespräch nicht immer so, wie man es sich vorgestellt hat. Und sieben Minuten können lang sein, wenn der Kandidat wenig beizutragen hat.

Eine Herausforderung ist auch die große Menge an Prüfungsfragen, die zu erstellen sind, denn es müssen ja zu etlichen Themenbereichen mehrere Fragen erstellt werden. Das kann je nach Fach ganz schön viel sein.


Mon.blog.perso.

Alles was mich bewegt... vor allem eLearning & Co

Kategorien

Archive

Neueste Kommentare

auteur zu Beurteilung der mündlichen…

Creative commons

Creative Commons License
Dieser Werk oder Inhalt ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.

Blogstatistik

  • 11,129 hits

Woher kommen die Besucher

Visiteurs

free counters
compteur pour blog