Archive Page 2

Vorwissenschaftliche Arbeit

Wie schreibt man eine vorwissenschaftliche Arbeit? Anregungen und viele Tipps, sowie Literatur zum Einlesen findet man auf diesem BLOG. Ein hervorragendes Service, interessant sowohl für Lehrende, als auch für Schüler*innen.

Aus diesem Blog: Anregung zum Zeitmanagement

Beppo, der Straßenkehrer, erklärt Momo seine Strategie beim Straßenkehren:

„Siehst du, Momo“, sagte er dann zum Beispiel, „es ist so: Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man.“

Er blickte eine Weile schweigend vor sich hin, dann fuhr er fort: „Und dann fängt man an, sich zu eilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst, und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen.“

Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter: „Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten.“

Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte: „Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.“

Und abermals nach einer langen Pause fuhr er fort: „Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste.“ Er nickte vor sich hin und sagte abschließend: „Das ist wichtig.“

Quelle: Michael Ende: MOMO oder Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte, 1973, K. Thienemanns Verlag, Stuttgart, Seite 36 f (angepasst an die neue Rechtschreibung)
Nach einer Idee aus dem Buch von Michaela Schmitz und Nicole Zöllner: Der rote Faden – 25 Schritte zur Fach- und Maturaarbeit, 2007, orell füssli-Verlag AG

Eine Seite für die AHS zur VWA -> HIER

#mooc11 – Français A2

 

mooc2Die Alliance française entwickelte einen Mooc für FranzösischlernerInnen des Niveaus A2 auf der Plattform FUN. Eine super Sache – dachte ich. Leider erwies sich die Handhabung der Plattform als ziemlich mühsam, da  der Zugriff sehr sehr langsam war, womöglich durch die große Anzahl der TeilnehmerInnen. Gleich zu Beginn des Moocs funktionierte die Technik gar nicht gut, erledigte Aufgaben wurden nicht registriert und die Punkte nicht gezählt.

Der Mooc dauerte 7 Wochen, wobei jede Woche eine Hörübung und eine Video mit diversen Aufgaben, z.B. mittels Dropdownfeldern, bestand, sowie einer Grammatikübung und dem Verfassen eines kurzen Textes, der durch die TeilnehmerInnen bewertet wurde. Die Videos waren sehr nützlich, allerdings war der Schreibauftrag bis Freitag jeder Woche zu erledigen, was sich für die Wochenendlerner  als nicht praktikabel erwies. Die Aufgabenstellungen waren zum Teil in einem etwas anspruchsvolleren Sprachniveau verfasst, man konnte allerdings die Plattform auf Englisch umstellen. Zu überdenken wäre eventuell, ob die vielen fehlerhaften Postings in den Foren für einen korrekten Spracherwerb förderlich sind.

Ein Rätsel, das sich aus jeweils einem Baustein, das am Ende jeder Woche zu finden war, zusammensetzte, erwies sich als nicht ganz leichte Nuss, war aber gut gemeint.

Resümee: Ein ziemlich gut konzipierter Kurs, der vor allem wegen der sehr guten Videos äußerst brauchbar wäre, für A2 Lerner aber leider eine Spur zu schwierig (SchülerInnen des A2 Niveaus schafften es kaum) und auf Grund der schwach funktionierenden Technik leider etwas entmutigend. Schade!

Beurteilung schriftlicher Performanzen

Im Rahmen der schriftlichen zentralen Reifeprüfung können im BHS Bereich folgende Textsorten behandelt werden: Artikel, Bericht, Blog, E-Mail und Broschüre. Am 16. und 17. Nov. erhielten die Lehrenden der 2.Lebenden Fremdsprachen (erstmals) eine Einführung zum Korrigieren von Schülerperformanzen (vom Schüler verfasste Texte) mit dem dafür vorgesehenen Beurteilungsraster. Dieser beinhaltet vier Spalten, die gleich gewichtet werden: Erfüllung der Aufgabenstellung, Aufbau und Layout, Spektrum sprachlicher Mittel und Sprachrichtigkeit. Das bedeutet, dass nicht unbedingt die Fehlerhaftigkeit eines Textes ausschlaggebend sein muss für eine positive Beurteilung, sondern dass eben auch inhaltliche Aspekte gut erfüllt sein müssen.

Zugegeben, das Korrigieren nach diesen Kriterien erfordert etwas Übung, denn jede Spalte muss strikt für sich allein beurteilt werden. Dennoch hat man das Gefühl, dass die Beurteilung auch mit diesem Raster nie ganz objektiv sein wird. Ein Rest an Subjektivität bleibt einfach immer erhalten. Hilfreich kann bei der Korrektur die Verwendung von Farbcodes sein, um auf einen Blick zu erkennen, wo die Stärken des Textes liegen.

Eine interessante Entwicklung gibt es zum Thema Schularbeiten. Die Gestaltung der Schularbeit in Hör-, Lese- und Schreibauftrag muss  neuerdings nicht mehr eingehalten werden, es können z.B. auch nur Schreibaufträge gegeben werden und die Hör- und Lesekompetenz außerhalb der Schularbeit getestet werden. Das scheint sinnvoll zu sein, zumal die Validität durch eine kurze Hörübung nie gegeben sein kann, sondern mindestens vier Teilaufgaben mit verschiedenen Testformaten erst zu einem aussagekräftigen Ergebnis führen können. Damit entfällt dann auch die krampfhafte „Gewichtung“ bei den Schularbeiten, da ja rezeptive und produktive Teile ganz schwierig auf einen Nenner zu bringen sind, auch nicht mit komplizierten mathematischen Formeln und Berechnungen (was ursprünglich übrigens mittels eines Schularbeitsrechners geplant war, den man nun wieder verworfen hat). Eine kompetenzorientierte Leistungsbeurteilungsverordnung gibt es allerdings noch immer nicht!

Beurteilung der mündlichen Reifeprüfung

Wieder mal eine Fortbildung zur mündlichen Reifeprüfung an der KPH besucht. Im Wesentlichen wurden die Kriterien für die Erstellung von mündlichen Prüfungsfragen besprochen, wie schon in etlichen früheren Seminaren auch. Interessant waren die Videos über simulierte Prüfungen, die man mit Hilfe des holistischen und analytischen Bewertungsbogens bewerten sollte. Wie erwartet waren die Bewertungen durch die Lehrenden sehr unterschiedlich, was wieder einmal zeigte, wie schwierig eine objektive Bewertung ist. Im Endeffekt bleibt die Bewertung wieder subjektiv geprägt, denn die Bewertungsbögen sind alles andere als aussagekräftig.

Besonders schwierig ist die Erstellung von Prüfungsfragen für die mRDP, vor allem im berufsbildenden Schulbereich. Die Kriterien sind ziemlich genau vorgegeben, das Formulieren der Fragen ist allerdings nicht ganz so einfach. Die kompetenzorientierten Aufgabenstellungen erfordern einiges an Geschick, da die KandidatInnen ja nichts wiedergeben sollen, was sie gelernt haben. Es zählt einzig und allein die Beherrschung sprachlicher Bausteine, die zur Lösung der Aufgaben herangezogen werden sollen. Auswendiglernen war einmal. Aber auch die Prüfer sind gefordert, denn im dialogischen Teil der Aufgabe verläuft das Gespräch nicht immer so, wie man es sich vorgestellt hat. Und sieben Minuten können lang sein, wenn der Kandidat wenig beizutragen hat.

Eine Herausforderung ist auch die große Menge an Prüfungsfragen, die zu erstellen sind, denn es müssen ja zu etlichen Themenbereichen mehrere Fragen erstellt werden. Das kann je nach Fach ganz schön viel sein.

#mooc10 – Gesellschaftliche Aspekte der Informationstechnologien

Der beste Mooc bisher! Er bestach durch seinen interdisziplinären Ansatz, indem er gesellschaftlich relevante Themen in verschiedensten Bereichen des Lebens behandelte, die von den Informationstechnologien immer mehr geprägt werden. Ein extrem interessanter Ausblick in die Zukunft! Hier die Inhalte: imoox

Der Aufbau des 10-wöchigen Moocs bestand aus Expertenvideos + Quizzes, weiterführenden Literaturangaben, sowie einem Diskussionsforum. Alles wie gehabt. Der Mooc punktete jedoch durch die gute Auswahl der interviewten Experten, die durch ihr profundes Sachwissen bestachen. Die Videos sind auf YouTube nachzusehen.

Die Themen erstreckten sich vom Gesundheitswesen (Vorhersage von Krankheiten durch Predictive healthcare, Versorgung chronisch Kranker durch Telemonitoring, Smart health) über die Arbeitswelt (Einsatz von Drohnen, Roboter ersetzen Arbeitskräfte, Assistenz von Maschinen, Networking, Teilen von Wissen in Unternehmen, Homeworking), sowie die Digitalisierung des Wissens (eBooks, Verlagssterben, Urheberrecht, Open science), und Augmented reality (virtuelle Teilnahme an Veranstaltungen,  Tests online durchführen, reale Gefühle online erleben, Entfernungen überwinden, heikle Situationen online simulieren, Operationen üben. Gefahr: Realitätsverlust).

Weiters wurde der enorme Ressourcenverbrauch der IT Industrie thematisiert (Ökologische Herausforderung, Neue Wege zu Re-use von Geräten, Green-IT).  Offenen Bildungsressourcen wurden behandelt (Lernen ohne Medien bald nicht mehr möglich. Auf Lerner abgestimmtes Material. Selbststeuerung des Lernens) und dass es dringend notwendig ist, Informatikkenntnisse in Schulen zu vermitteln, um für Zukunft gerüstet zu sein. (Eine geeignete Lehrerausbildung ist noch nicht vorhanden. Moocs und inverted classeroom sind Methoden des Wissenserwerbs der Zukunft. Bildung ist nicht mehr an Bücher gebunden, die Struktur des Wissenserwerbs ist dezentralisiert. Zeitungen verschwinden, Informationen sind online rascher abrufbar.)

Die gesellschaftlichen Veränderungen passieren rasch, denn jeder trägt bereits einen Minicomputer in der Hosentasche. Die Digitalisierung durchdringt alle Lebensbereiche. Die Technik muss als Werkzeug eingesetzt werden, um gesellschaftliche Probleme zu lösen. Dazu ist eine gute digitale Ausbildung dringend notwendig. Es gibt immer noch einen Digital divide: viele Menschen wissen nicht, wie sie die Technik sinnvoll nutzen können, ihr Wissen beschränkt sich auf die Veröffentlichung von „Katzenfotos“. Jedem Kind einen Laptop zu geben nützt nichts, wenn ihm nicht gleichzeitig digitale Kompetenzen beigebracht werden.

Ein weiteres Thema waren Unternehmensgründungen in der IT Branche, die einfach und ertragreich sein können, jedoch in Österreich  nicht häufig, wegen mangelnder Fehler- und Risikobereitschaft.

Als Probleme der Digitalisierung gelten die Datensammelwut, die Privatsphäre, sowie mögliche Fehler in der Datenverarbeitung, die zu verheerenden Folgen führen könnten, ebenso wie bewusst herbeigeführte Manipulationen.

#mooc9 – Mein digitales Ich

Mooc_Digitales_ichDer ichMooc der VHSn Hamburg und Bremen und der FH Lübeck basiert auf Moodle und erinnert zu Beginn ein wenig an die Moodlekurse wie ich sie bisher kannte. Es begann immer mit der Frage: „Anrede per Sie oder per Du?“. Dann musste man sein Profil erstellen, ein Foto hochladen und sich im Forum vorstellen und auf ein anderes Posting antworten. Allerdings gab es in den Moodlekursen nur bis zu 15 TeilnehmerInnen, die Moderation war deshalb nicht so aufwendig. In diesem Mooc sind es immerhin 1588 TeilnehmerInnen.

Auch wenn nur ein Bruchteil der TeilnehmerInnen in den Foren aktiv ist – einige TN bekennen sich gleich zu Beginn zum Lurken – so gilt es doch sehr viele Postings zu lesen. Schon bald wechselt man zu einem oberflächlichen Überfliegen der Forenbeiträge, die meist nicht so spannend sind und sich oft wiederholen.

Nett finde ich die Konzeption des Moocs in Form einer Schifffahrt, die Moderatoren sind Kapitäne, die durch den Kurs führen. Die Videos sind ansprechend und professionell gemacht, in jedem Video wird ein/e ExpertIn zu einem Thema interviewt, zwischendurch sind Fragen zu beantworten. Am Ende jedes Videos wird angezeigt, wieviel Prozent man erledigt hat und bekommt sogenannte Badges als Belohnung.

Wer möchte, kann auch an drei begleitenden Präsenzveranstaltungen, den sogenannten Moocbars teilnehmen oder auch selbst welche organisieren, die aber auch online in Form von Onlinekonferenzen verfolgt werden können. Eine spannende Mischung also.

Inhaltlich geht es in den vier Wochen im Wesentlichen darum, uwie man bewusst mit seinen eigenen Daten umgeht nd verantwortungsvoll mit Daten anderer Personen. Ein ziemlich nützlicher Mooc also!ichmooc_2015

Interessant ist auch die Frage, ob man überhaupt im Netz präsent sein sollte und wenn ja, ob man Berufliches von Privatem trennen muss. Und wie präsentiert man sich dann, ohne allzu viel von sich preiszugeben? Ein Blog wird als eine Art Zentrum für soziale Aktivitäten vorgeschlagen, auf den man andere soziale Netzwerke verlinken kann, in welchen man aktiv ist. Mehr als zwei, drei Netzwerke sollte man jedoch nicht pflegen, da es zu zeitaufwendig werden könnte.

Eine berufliche Onlinepräsenz ist heutzutage fast schon ein Muss, weil viele Arbeitgeber im Netz über potenzielle ArbeitnehmerInnen zu recherchieren pflegen. Weiters werden nützliche Tipps zum Kommunikationsverhalten in Foren gegeben, oder wie man mit Trollen umgeht. Ein wichtiges Thema sind auch Fotos, sowohl im Bezug auf das Urheberrecht als auch das Recht auf das eigene Bild.

Ein weiteres Thema sind Suchmaschinen wie Google oder Yasni. Google kann durch Metadaten Rückschlüsse auf seine Nutzer ziehen und diese für Werbezwecke verwenden. Zu guter Letzt rät man, möglichst wenig persönliche Daten von sich preiszugeben, bzw. nur jene Inhalte, von welchen man will, dass sie gefunden werden. 

Alle Videos sind auf YouTube nachzusehen.

#mooc8 – Einsatz mobiler Endgeräte im Unterricht

handymooc2015Wie können Lehrende in Schulen ihre Smartphones zur multimedialen Unterrichtsgestaltung nutzen? Dies war das Thema des siebenwöchigen Moocs des Zentrums für Mediales Lernen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). In der ersten Woche wurden die Kamerafunktion des Handys und ihre Einsatzmöglichkeiten vorgestellt. Von didaktisch motivierten Fotos mit Alltagsbezug bis hin zur Unterrichtsdokumentation durch abfotografierte Tafelbilder wurden einige Möglichkeiten vorgestellt.

In der zweite Woche wurde gezeigt, dass man mit einem passenden Adapter das Handy an den Beamer anschließen kann, oder mittels Bluetooth einen Lautsprecher verwenden. Interessant war auch, wie man Audio CDs durch „rippen“ auf’s Smartphone bringt. So hat man Audiodateien jederzeit im Unterricht bereit, ohne andere Geräte verwenden zu müssen. Auch das Präsentieren von Schülerarbeiten geht ganz schnell durch Abfotografieren und Beamen.

In der dritten Woche erfuhr man interessante Details über das Urheberrecht, dem Schutz von geistigen und künstlerischen Leistungen: Eine Idee ist noch keine Leistung ist daher auch noch nicht urheberrechtlich geschützt. Es muss eine sogenannte „Schöpfungshöhe“ gegeben sein. Ein Text erreicht erst dann die Schöpfungshöhe, wenn er die eigene Meinung enthält. Beim Zitieren ist eine Verbindung des Zitates mit den eigenen Gedanken notwendig. Der eigene Anteil muss überwiegen und das Zitat nur zum Belegen der eigenen Ausführungen dienen. Interessant war auch, dass aus einem Buch nur max. 10% oder 20 Seiten kopiert werden dürfen. Dies gilt pro Klasse/Schuljahr/Werk. Digital kopieren oder scannen darf man nur Werke ab 2005. Kopien dürfen nicht ins Intranet oder Moodle gestellt werden. Beamen darf man sie schon, das ist ja keine Kopie!
Weiterlesen ‚#mooc8 – Einsatz mobiler Endgeräte im Unterricht‘


Mon.blog.perso.

Alles was mich bewegt... vor allem eLearning & Co

Kategorien

Archive

Neueste Kommentare

gafa zu Diverse Artikel

Creative commons

Creative Commons License
Dieser Werk oder Inhalt ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.

Blogstatistik

  • 10,937 hits

Woher kommen die Besucher

Visiteurs

free counters
compteur pour blog