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Unterrichtsmaterialien

Manchmal wird man fündig, wenn man nach brauchbaren Unterrichtsmaterialien im Netz sucht. Nicht immer genau dann, wenn man sie gerade braucht. Einige Lehrende sammeln daher solche Übungen oder Videos in ihrem Blog, um sie zu einem späteren Zeitpunkt zur Hand zu haben. Selbst so einen „Unterrichtsmaterialienblog“ zu erstellen, um Content, den man für gut und brauchbar erachtet zu „lagern“, um ihn dann bei Bedarf einsetzen zu können, ist eine feine Sache. Tags und Kategorieneinteilung erleichtern das rasche Wiederfinden. Man kann so ein Blog auch SchülerInnen zur Verfügung stellen, z.B. in einem „Flipped classroom“ Szenario. Ihn im Team mit KollegInnen zu erstellen ist ebenfalls eine feine Sache. Auf jeden Fall müsste man nicht mehr langwierig im Netz nach gutem Content suchen, wenn man zu einem bestimmten Thema etwas braucht, sondern sofort erprobtes, empfohlenes Material in seinem eigenen Blog finden.

Eine andere Möglichkeit, guten Content zu sammeln, ist Sccop.it. Dies scheint mir aber eher ein Social Bookmarking Tool zu sein, wie z.B. delicious. Obwohl es eine Suchfunktion hat, scheint es mir dennoch nicht so übersichtlich zu sein, wie ein Blog.

Bloggende Lehrer und Lehrerinnen

Bei der Durchsicht meiner RSS Feeds fiel mir auf, dass viele der von mir abonnierten Blogs gar nicht mehr aktiv sind, andere werden nur mehr sporadisch genützt. Warum beginnt man einen Blog zu schreiben und hört dann nach einiger Zeit wieder auf? LehrerInnen bloggen im Verhältnis zu anderen Berufsgruppen eher selten. Am aktivsten scheinen JournalistInnen zu sein, aber das liegt in der Natur der Sache.  Oft werden Blogs dazu genutzt, ein Hobby oder eine Vorliebe mit Gleichgesinnten zu teilen. Dass auch TaxifahrerInnen bloggen, war mir bis vor Kurzem nicht bewusst, finde ich aber großartig. Nicht jeder Mensch hat das Bedürfnis, sich der Welt da draußen mitzuteilen oder mit der ganzen Welt zu kommunizieren. Es kann aber ziemlich spannend und auch bereichernd sein, sich zu einem bestimmten Thema auszutauschen.  Und da bieten sich Blogs als ideale Plattform an. In Deutschland gibt es eine Blogparade bloggender LehrerInnen. Die Liste der regelmäßig bloggenden LehrerInnen ist aber nicht sehr lang. Sogenannte „BildungsbloggerInnen“, die außer ihrer Lehrtätigkeit in der Schule auch in der LehrerInnenbildung tätig sind, gibt es ein paar mehr.

Wenn man bloggt sollte man

  • einen Grund, bzw. ein Thema haben, zu dem man sich austauschen möchte,
  • gerne schreiben
  • und Zeit haben, in regelmäßigen Abständen zu posten.

Andernfalls „schläft“ der Blog nach einiger Zeit wieder ein.

Textsorte Blog

Nächstes Schuljahr wird in Österreich auch an den Handelsakademien und berufsbildenden Schulen die Zentralmatura durchgeführt. Die Lehrenden sind in den Fremdsprachen aber auch schon dieses Schuljahr dazu angehalten, die Prüfungsfragen nach den neuen formalen und inhaltlichen Richtlinien zusammenzustellen. Neben ganz genau vorgegebenen TESTformaten müssen auch ganz bestimmte TextSORTEN abgefragt werden. In Frage kommen dabei die Textsorten Artikel, Bericht, E-Mail, Broschüre  … Blog. Es kommt vor, dass  Lehrende sagen „Ich gebe zur Matura einen Blog“, oder „Meine SchülerInnen müssen bei der Matura einen Blog schreiben“. Mich interessierte es nun, wie die Textsorte „Blog“ von Seiten der Schulbehörde eigentlich genau definiert wird. Laut Bundesinstitut für Bildungsforschung ist die Textsorte Blog „ein Text in einem Blog im Internet gepostet, entweder unabhängig oder als Antwort auf einen vorangegangenen Eintrag„.  Weiters sollte der Aufbau eine „Einleitung, einen Hauptteil (in Absätze gegliedert) und einen Schluss“ enthalten. Dieser Aufbau sollte auch dann eingehalten werden, wenn es sich um ein Antwortposting handelt. Der Stil „dürfe“ „von Inhalt und Leserschaft abhängen“ !? Außerdem sollen die SchülerInnen (die übrigens neuerdings Performanden heißen) ihren Blogtext mit einem Titel, einem Datum, einer Uhrzeit sowie einem Benutzernamen versehen. Und das alles natürlich ANALOG, auf Papier! 😉

Ein Weblog, (Wortkreuzung aus engl. World Wide Web und Log für Logbuch), meist abgekürzt als Blog bezeichnet, ist aber ein auf einer Webseite geführtes, öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal. Es dient der regelmäßigen Veröffentlichung von Neuigkeiten, der Präsentation von eigenen Artikeln oder Arbeiten (es gibt auch reine Fotoblogs)  und bietet vor allem auch eine Diskussions- und Kommentarmöglichkeit! Kann ein Blog also so einfach auf eine „Textsorte“ reduziert werden,  zumal in einem Blog ja die verschiedensten Textsorten veröffentlicht werden können, bis hin zu Gedichten oder Rezepten? Die Textsorte sollte meiner Meinung nach nicht als „Blog“ sondern als „BlogEINTRAG“ bezeichnet werden und die Definition, ja die ist schwierig, bzw. muss bei jeder Aufgabe neu definiert werden, je nachdem um welche Textsorte es sich beim Blogeintrag handeln soll!

Bloggen

Blogs_screenshotEigentlich wollte ich ja meine Kenntnisse über WordPress vertiefen und noch ein paar Ideen zum Thema Bloggen bekommen. Deshalb meldete ich mich für eine Online-Fortbildung zu diesem Thema an. Der Kurs dauerte vier Wochen. In der ersten Woche war mir fad, außer dass wir unser Profil bearbeiten sollten und eine Zusammenfassung über das Bloggen schreiben, war da noch ein Skriptum übers Bloggen zu lesen. Nichts Neues!  In der zweiten Woche lernten wir die Möglichkeit des Bloggens auf Moodle kennen, indem wir einen Blogeintrag zu machen hatten. Unnötig, da meines Wissens kaum jemand über Moodle bloggt.
Eineinhalb Wochen waren dann dem Thema WordPress gewidmet. Blog anlegen, zwei Widgets integrieren, Feedback geben. Das wars. Als die Blogs angelegt waren, tat sich den Rest des Kurses nichts mehr in den Blogs der Teilnehmer/innen.
In der vierten Woche sollte man sich mit Audacity beschäftigen, eine Audioaufnahme hochladen und fakultativ Loudblog installieren. Dazu bekam man allerdings kaum Informationen. Nur drei der zehn Teilnehmer/innen lud ein Audiofile hoch. In den Foren tat sich kaum etwas, in der letzten Woche so gut wie gar nichts mehr.
Genauso sollte ein Online-Kurs nicht gestaltet sein. Die Moderation war wenig anregend, die Teilnehmer/innen daher auch genausowenig motiviert. Der gesamte Kurs machte einen UNaktuellen Eindruck, Links waren nicht aktualisiert und überhaupt gab es zum Thema Bloggen in der Schule kaum aktuelle Beispiele. Schade! Vielleicht weiß ich aber einfach schon zu viel über dieses Thema. 😉

Portfolioarbeit mit Blogs

Wenn SchülerInnen ihre schulischen Arbeiten z.B. in einem Blog sammeln und sichtbar machen, so kann dies ein ungemeiner Ansporn sein, gute und herzeigbare Leis- tungen zu erbringen. (Siehe dazu zwei Klassen- portfolios einer österreichischen Schule: Classeblogfolio  und Boîte à textes. ) Die Tatsache, dass MitschülerInnen und BesucherInnen aus dem Netz an ihren Beiträgen durch Feedback partizipieren  können, steigert die Motivation und die Wertschätzung ihrer eigenen Arbeit.

Ein frühes Training zur Dokumentation der eigenen Leistung halte ich für eine wirksame, zeitgemäße  und wichtige Methode zur Selbstreflektion und zur Beschäftigung mit der eigenen Lernbiographie. Dies kann insbesondere  für die spätere berufliche Laufbahn von großer Bedeutung sein, wenn man z.B. im Zuge einer Bewerbung ein Leistungsportfolio vorlegen möchte. Die Sensibilisierung zur Portfolioarbeit kann daher nicht früh genug beginnen und Blogs eignen sich meiner Meinung nach besonders gut dafür, zumal sie auch „privat“, also nicht für jenen sichtbar, geführt werden können, oder aber auch der Link nur bestimmten Personen zugänglich gemacht werden kann. . Einen nützlicher Nebeneffekt der digitalen Portfolioarbeit besteht auch in der Beschäftigung mit diversen IKT Skills, sowie der Erwerb von Medienkompetenz.

Interessante Beiträge zum Thema Portfolio findet man im Zum-Wiki, sowie im Wiki Vielfalt-Lernen,

Use of blogs in teaching.
Blogs et enseignement

Einsatz von Klassenlos:

Warum SchülerInnen bloggen sollten

Im Gegensatz zu facebook, das ja ein eher einfaches, schnelles Medium darstellt, in dem viele Menschen ihre momentanen Befindlichkeiten wem auch immer mitteilen wollen (ohne sich der Menge und Unterschiedlichkeit der Leserschaft bewußt zu sein), sind Blogs um einiges  aufwändiger und anspruchsvoller und verlangen vom Ersteller oder der  Erstellerin etwas mehr Reflexion: Was möchte ich mit meinem Blog kommunizieren, was ist mein Ziel, worauf kommt es an, dass mein Blog gelesen wird?  Welche (positiven) Fußabdrücke möchte ich in der Netzgesellschaft hinterlassen? Für SchülerInnen könnte dies eine gutes Training  im Sinne einer sinnvollen Medienerziehung sein. Nicht kurz hingeworfene, sinnlose Statusmeldungen sind gefragt, sondern kürzere oder längere Textproduktionen fordern den/die SchülerIn heraus, seine/ihre sprachliche Ausdruckfähigkeit zu trainieren. Das öffentliche Präsentieren eigener „Werke“, welcher Art auch immer (Projektdokumentationen, kreative Textproduktionen, Fotos, eigene Videos etc.) und ihre Gestaltung, verlangt von den SchülerInnen ein Nachdenken über die positive Selbstdarstellung im Netz, das in einer Mediengesellschaft immer wichtiger wird. Bei der Herstellung eines eigenen Blogs lernen die SchülerInnen aber auch grundlegende technische Skills, die eigentlich ja schon zur Allgemeinbildung gehören sollten. So z.B. der Umgang mit dem Editor, das Verlinken von Websites, das Bearbeiten von Fotos, das Einbetten von Videos, Slideshares, Wikis oder Podcasts usw. All dies lernen SchülerInnen auf Facebook aber nicht! Six Reasons Why Kids Should Know How to Blog     : http://bit.ly/nDlwdL

Über den Einsatz von Blogs im Unterricht spricht auch René Scheppler in diesem VIDEO.

Update: Eine interessante Variante, Blogs im Unterricht einzusetzen, sind BLOGQUESTs, d.h. man erstellt zu einem bestimmten Thema ein Webquest mit Hilfe eines Weblogs.


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