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#mooc4 – Doodling

Die französische Plattform „Open classeroom“ bietet sogenannte Moocs zu den Themen Informatik, Naturwissenschaften und Unternehmen an. Mich interessierte vorerst der dreiwöchige Onlinekurs „Visualisierung von Konferenzinhalten“ –  „Simplifiez vos réunions grâce au Doodling“. Doodling bedeutet soviel wie „gedankenloses Kritzeln“ während einer Konferenz, jedoch kann dies auch gezielt zur Visualisierung und zur vereinfachten, übersichtlichen Zusammenfassung von Konferenzinhalten eingesetzt werden. Das Thema fand ich insofern spannend, als es eigentlich einen Kontrast zur digitalisierten Welt darstellt, nämlich die Rückkehr zum bunten, analogen Filzstift und zur Zeichnung auf Papier.

Der Onlinekurs ist sehr übersichtlich in drei Wocheneinheiten gegliedert. Mit gut zu verstehenden Lernvideos wird der Lernstoff erklärt und im Anschluss daran ist a) ein Quiz/Fragenkatalog zum Video auszufüllen und b) ein Arbeitsauftrag zu erledigen. Der analog ausgeführte Arbeitsauftrag wird fotografiert und als Dokument hochgeladen. Man bekommt dann von den anderen Teilnehmern nach ganz genau vorgegebenen Kriterien ein Feedback, sowohl in Form von Punkten, als auch verbal. Man gibt auch drei anderen TeilnehmerInnen Feedback auf ihre Arbeit. Der gesamt Arbeitsaufwand pro Woche beläuft sich etwa auf eine Stunde. Möchte man ein Zertifikat, muss man sich allerdings in den Prämienbereich einloggen, der kostenpflichtig ist.

Ist das nun ein Mooc oder einfach nur ein „klassischer“ Onlinekurs wie man ihn von Moodlekursen kennt? Ein Unterschied zu Moodlekursen ist die große Menge der TeilnehmerInnen. Die Arbeitsaufgaben werden in Einzelarbeit ausgeführt, erst im Feedback kommt die Zusammenarbeit zum Tragen. In Moodlekursen, wie ich sie kenne, bearbeiten die maximal 15 TeilnehmerInnen kollaborativ die Aufgabenstellungen und geben sich ebenfalls Feedback. (ARTIKEL: Ein Mooc ohne Interaktion, ist das überhaupt ein Mooc?) Ein wichtiges Kennzeichen von Moocs sind meiner Meinung nach aber die „erweiterten“ Lern- oder Kommunikationsräume wie Social Media Bereiche, in welchen über das Kursforum hinaus ebenfalls Diskussionen stattfinden und sich Interessengruppen bilden können. Aber das ist dann ein cMooc.

Mein erster Mooc opco12 zeichnete sich vor allem durch die Contentgenerierung der TN in diversen Web2.0 Tools aus und durch die Interaktion und den Austausch zwischen den Lernern. Wöchentlich gab es einen Hangout, der den Teilnehmenden die Möglichkeit gab, sich im Chat einzubringen. Es gab ein Hauptthema mit Teilbereichen, in die man sich je nach Interesse einbringen konnte. All dies ist in obigem französischen ‚Mooc‘ nicht der Fall. Trotzdem bietet diese Plattform eine gute Möglichkeit, sich orts- und zeitunabhängig online fortzubilden, vorausgesetzt man findet ein Thema, das einen interessiert. Derzeit bietet Open Classeroom rund 900 Gratiskurse an. Es besteht auch die Möglichkeit, eigene Kurse über Open Classroom zu kreieren und anzubieten.

Weitere Fortbildugsmöglichkeiten bietet in den Sprachen Deutsch, Englisch und Russisch die Plattform iversity.org an. Sehr fein!


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