Posts Tagged 'mooc'

#mooc11 – Français A2

 

mooc2Die Alliance française entwickelte einen Mooc für FranzösischlernerInnen des Niveaus A2 auf der Plattform FUN. Eine super Sache – dachte ich. Leider erwies sich die Handhabung der Plattform als ziemlich mühsam, da  der Zugriff sehr sehr langsam war, womöglich durch die große Anzahl der TeilnehmerInnen. Gleich zu Beginn des Moocs funktionierte die Technik gar nicht gut, erledigte Aufgaben wurden nicht registriert und die Punkte nicht gezählt.

Der Mooc dauerte 7 Wochen, wobei jede Woche eine Hörübung und eine Video mit diversen Aufgaben, z.B. mittels Dropdownfeldern, bestand, sowie einer Grammatikübung und dem Verfassen eines kurzen Textes, der durch die TeilnehmerInnen bewertet wurde. Die Videos waren sehr nützlich, allerdings war der Schreibauftrag bis Freitag jeder Woche zu erledigen, was sich für die Wochenendlerner  als nicht praktikabel erwies. Die Aufgabenstellungen waren zum Teil in einem etwas anspruchsvolleren Sprachniveau verfasst, man konnte allerdings die Plattform auf Englisch umstellen. Zu überdenken wäre eventuell, ob die vielen fehlerhaften Postings in den Foren für einen korrekten Spracherwerb förderlich sind.

Ein Rätsel, das sich aus jeweils einem Baustein, das am Ende jeder Woche zu finden war, zusammensetzte, erwies sich als nicht ganz leichte Nuss, war aber gut gemeint.

Resümee: Ein ziemlich gut konzipierter Kurs, der vor allem wegen der sehr guten Videos äußerst brauchbar wäre, für A2 Lerner aber leider eine Spur zu schwierig (SchülerInnen des A2 Niveaus schafften es kaum) und auf Grund der schwach funktionierenden Technik leider etwas entmutigend. Schade!

#mooc10 – Gesellschaftliche Aspekte der Informationstechnologien

Der beste Mooc bisher! Er bestach durch seinen interdisziplinären Ansatz, indem er gesellschaftlich relevante Themen in verschiedensten Bereichen des Lebens behandelte, die von den Informationstechnologien immer mehr geprägt werden. Ein extrem interessanter Ausblick in die Zukunft! Hier die Inhalte: imoox

Der Aufbau des 10-wöchigen Moocs bestand aus Expertenvideos + Quizzes, weiterführenden Literaturangaben, sowie einem Diskussionsforum. Alles wie gehabt. Der Mooc punktete jedoch durch die gute Auswahl der interviewten Experten, die durch ihr profundes Sachwissen bestachen. Die Videos sind auf YouTube nachzusehen.

Die Themen erstreckten sich vom Gesundheitswesen (Vorhersage von Krankheiten durch Predictive healthcare, Versorgung chronisch Kranker durch Telemonitoring, Smart health) über die Arbeitswelt (Einsatz von Drohnen, Roboter ersetzen Arbeitskräfte, Assistenz von Maschinen, Networking, Teilen von Wissen in Unternehmen, Homeworking), sowie die Digitalisierung des Wissens (eBooks, Verlagssterben, Urheberrecht, Open science), und Augmented reality (virtuelle Teilnahme an Veranstaltungen,  Tests online durchführen, reale Gefühle online erleben, Entfernungen überwinden, heikle Situationen online simulieren, Operationen üben. Gefahr: Realitätsverlust).

Weiters wurde der enorme Ressourcenverbrauch der IT Industrie thematisiert (Ökologische Herausforderung, Neue Wege zu Re-use von Geräten, Green-IT).  Offenen Bildungsressourcen wurden behandelt (Lernen ohne Medien bald nicht mehr möglich. Auf Lerner abgestimmtes Material. Selbststeuerung des Lernens) und dass es dringend notwendig ist, Informatikkenntnisse in Schulen zu vermitteln, um für Zukunft gerüstet zu sein. (Eine geeignete Lehrerausbildung ist noch nicht vorhanden. Moocs und inverted classeroom sind Methoden des Wissenserwerbs der Zukunft. Bildung ist nicht mehr an Bücher gebunden, die Struktur des Wissenserwerbs ist dezentralisiert. Zeitungen verschwinden, Informationen sind online rascher abrufbar.)

Die gesellschaftlichen Veränderungen passieren rasch, denn jeder trägt bereits einen Minicomputer in der Hosentasche. Die Digitalisierung durchdringt alle Lebensbereiche. Die Technik muss als Werkzeug eingesetzt werden, um gesellschaftliche Probleme zu lösen. Dazu ist eine gute digitale Ausbildung dringend notwendig. Es gibt immer noch einen Digital divide: viele Menschen wissen nicht, wie sie die Technik sinnvoll nutzen können, ihr Wissen beschränkt sich auf die Veröffentlichung von „Katzenfotos“. Jedem Kind einen Laptop zu geben nützt nichts, wenn ihm nicht gleichzeitig digitale Kompetenzen beigebracht werden.

Ein weiteres Thema waren Unternehmensgründungen in der IT Branche, die einfach und ertragreich sein können, jedoch in Österreich  nicht häufig, wegen mangelnder Fehler- und Risikobereitschaft.

Als Probleme der Digitalisierung gelten die Datensammelwut, die Privatsphäre, sowie mögliche Fehler in der Datenverarbeitung, die zu verheerenden Folgen führen könnten, ebenso wie bewusst herbeigeführte Manipulationen.

#mooc9 – Mein digitales Ich

Mooc_Digitales_ichDer ichMooc der VHSn Hamburg und Bremen und der FH Lübeck basiert auf Moodle und erinnert zu Beginn ein wenig an die Moodlekurse wie ich sie bisher kannte. Es begann immer mit der Frage: „Anrede per Sie oder per Du?“. Dann musste man sein Profil erstellen, ein Foto hochladen und sich im Forum vorstellen und auf ein anderes Posting antworten. Allerdings gab es in den Moodlekursen nur bis zu 15 TeilnehmerInnen, die Moderation war deshalb nicht so aufwendig. In diesem Mooc sind es immerhin 1588 TeilnehmerInnen.

Auch wenn nur ein Bruchteil der TeilnehmerInnen in den Foren aktiv ist – einige TN bekennen sich gleich zu Beginn zum Lurken – so gilt es doch sehr viele Postings zu lesen. Schon bald wechselt man zu einem oberflächlichen Überfliegen der Forenbeiträge, die meist nicht so spannend sind und sich oft wiederholen.

Nett finde ich die Konzeption des Moocs in Form einer Schifffahrt, die Moderatoren sind Kapitäne, die durch den Kurs führen. Die Videos sind ansprechend und professionell gemacht, in jedem Video wird ein/e ExpertIn zu einem Thema interviewt, zwischendurch sind Fragen zu beantworten. Am Ende jedes Videos wird angezeigt, wieviel Prozent man erledigt hat und bekommt sogenannte Badges als Belohnung.

Wer möchte, kann auch an drei begleitenden Präsenzveranstaltungen, den sogenannten Moocbars teilnehmen oder auch selbst welche organisieren, die aber auch online in Form von Onlinekonferenzen verfolgt werden können. Eine spannende Mischung also.

Inhaltlich geht es in den vier Wochen im Wesentlichen darum, uwie man bewusst mit seinen eigenen Daten umgeht nd verantwortungsvoll mit Daten anderer Personen. Ein ziemlich nützlicher Mooc also!ichmooc_2015

Interessant ist auch die Frage, ob man überhaupt im Netz präsent sein sollte und wenn ja, ob man Berufliches von Privatem trennen muss. Und wie präsentiert man sich dann, ohne allzu viel von sich preiszugeben? Ein Blog wird als eine Art Zentrum für soziale Aktivitäten vorgeschlagen, auf den man andere soziale Netzwerke verlinken kann, in welchen man aktiv ist. Mehr als zwei, drei Netzwerke sollte man jedoch nicht pflegen, da es zu zeitaufwendig werden könnte.

Eine berufliche Onlinepräsenz ist heutzutage fast schon ein Muss, weil viele Arbeitgeber im Netz über potenzielle ArbeitnehmerInnen zu recherchieren pflegen. Weiters werden nützliche Tipps zum Kommunikationsverhalten in Foren gegeben, oder wie man mit Trollen umgeht. Ein wichtiges Thema sind auch Fotos, sowohl im Bezug auf das Urheberrecht als auch das Recht auf das eigene Bild.

Ein weiteres Thema sind Suchmaschinen wie Google oder Yasni. Google kann durch Metadaten Rückschlüsse auf seine Nutzer ziehen und diese für Werbezwecke verwenden. Zu guter Letzt rät man, möglichst wenig persönliche Daten von sich preiszugeben, bzw. nur jene Inhalte, von welchen man will, dass sie gefunden werden. 

Alle Videos sind auf YouTube nachzusehen.

#mooc8 – Einsatz mobiler Endgeräte im Unterricht

handymooc2015Wie können Lehrende in Schulen ihre Smartphones zur multimedialen Unterrichtsgestaltung nutzen? Dies war das Thema des siebenwöchigen Moocs des Zentrums für Mediales Lernen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). In der ersten Woche wurden die Kamerafunktion des Handys und ihre Einsatzmöglichkeiten vorgestellt. Von didaktisch motivierten Fotos mit Alltagsbezug bis hin zur Unterrichtsdokumentation durch abfotografierte Tafelbilder wurden einige Möglichkeiten vorgestellt.

In der zweite Woche wurde gezeigt, dass man mit einem passenden Adapter das Handy an den Beamer anschließen kann, oder mittels Bluetooth einen Lautsprecher verwenden. Interessant war auch, wie man Audio CDs durch „rippen“ auf’s Smartphone bringt. So hat man Audiodateien jederzeit im Unterricht bereit, ohne andere Geräte verwenden zu müssen. Auch das Präsentieren von Schülerarbeiten geht ganz schnell durch Abfotografieren und Beamen.

In der dritten Woche erfuhr man interessante Details über das Urheberrecht, dem Schutz von geistigen und künstlerischen Leistungen: Eine Idee ist noch keine Leistung ist daher auch noch nicht urheberrechtlich geschützt. Es muss eine sogenannte „Schöpfungshöhe“ gegeben sein. Ein Text erreicht erst dann die Schöpfungshöhe, wenn er die eigene Meinung enthält. Beim Zitieren ist eine Verbindung des Zitates mit den eigenen Gedanken notwendig. Der eigene Anteil muss überwiegen und das Zitat nur zum Belegen der eigenen Ausführungen dienen. Interessant war auch, dass aus einem Buch nur max. 10% oder 20 Seiten kopiert werden dürfen. Dies gilt pro Klasse/Schuljahr/Werk. Digital kopieren oder scannen darf man nur Werke ab 2005. Kopien dürfen nicht ins Intranet oder Moodle gestellt werden. Beamen darf man sie schon, das ist ja keine Kopie!
Weiterlesen ‚#mooc8 – Einsatz mobiler Endgeräte im Unterricht‘

#mooc5 – Aufschieberitis

Prokrastination

Iversity bietet einen Mooc zum Thema Prokrastination an, der sich über 11 Wochen erstreckt. Es haben sich ca. 7000 Teilnehmer*innen angemeldet, 8% schlossen den Kurs auch ab!

Jede Woche gibt es 3-9 wissenschaftlich fundierte Videos mit theoretischem Input und 1-7 Quizfragen, sowie Literaturhinweise und zahlreiche Arbeitsblätter. Der Zeitaufwand beläuft sich auf 1-2 Stunden pro Woche, eine Zeit, die  neben einer beruflichen Tätigkeit leicht zu bewältigen ist.

Die Arbeitsaufgaben und Arbeitsblätter sind so konzipiert, das jede/r Teilnehmer/in sich im Prinzip mit den individuellen Ursachen des Problems auseinandersetzen muss. Es geht im Wesentlichen darum, durch Selbstbeobachtung und Selbstreflexion zu erkennen, wo genau der Grund des eigenen Prokrastinierens liegt und mit welchen passenden Strategien das Problem angepackt werden könnte.

Dieser Mooc ist eine gute Möglichkeit, sich eingehend über dieses Problem zu informieren, obwohl es sich hier um ein Thema aus dem therapeutischen Bereich handelt.

Formal handelt sich hier um einen xMooc. Das heißt, es gibt theoretischen Input in Form von Videos,  dazu Arbeitsaufträge und Fragemöglichkeit in den Foren. Die Interaktion zwischen den TeilnehmerInnen geschieht zum Einen in Form eines Feedbacks zu einer eingereichten Arbeit, und andererseits mit kleinen Arbeitsaufgaben in den Foren, wie z.B. das Hochladen eines Fotos zu einem bestimmten Teilaspekt.

Ungefähr in der Hälfte der Moocdauer gibt es eine Online-Video-Konferenz, in der die TN die Erstellerinnen des Kurses kennenlernen, sowie Fragen an einen weiteren Experten stellen können. Ein anderes Highlight ist ein Video mit ‚Hoppalas‘, die bei der Erstellung der Lernvideos passiert sind. Dies ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen und eine Ahnung, wieviel Arbeit hinter der Erstellung eines Moocs steckt. In den letzten drei Woche bekommt man dann noch einmal eine geballte Ladung an Inhalten zu diversen Strategien der Selbstmotivation und -aktivierung, sowie Emotionsmanagement geliefert.

Wöchentlichen erhält man eine E-Mail, in der die ModeratorInnen einen kurzen Ausblick auf die Inhalte der folgenden Woche geben, gleichzeitig dient es auch als Erinnerung, dranzubleiben.

#mooc4 – Doodling

Die französische Plattform „Open classeroom“ bietet sogenannte Moocs zu den Themen Informatik, Naturwissenschaften und Unternehmen an. Mich interessierte vorerst der dreiwöchige Onlinekurs „Visualisierung von Konferenzinhalten“ –  „Simplifiez vos réunions grâce au Doodling“. Doodling bedeutet soviel wie „gedankenloses Kritzeln“ während einer Konferenz, jedoch kann dies auch gezielt zur Visualisierung und zur vereinfachten, übersichtlichen Zusammenfassung von Konferenzinhalten eingesetzt werden. Das Thema fand ich insofern spannend, als es eigentlich einen Kontrast zur digitalisierten Welt darstellt, nämlich die Rückkehr zum bunten, analogen Filzstift und zur Zeichnung auf Papier.

Der Onlinekurs ist sehr übersichtlich in drei Wocheneinheiten gegliedert. Mit gut zu verstehenden Lernvideos wird der Lernstoff erklärt und im Anschluss daran ist a) ein Quiz/Fragenkatalog zum Video auszufüllen und b) ein Arbeitsauftrag zu erledigen. Der analog ausgeführte Arbeitsauftrag wird fotografiert und als Dokument hochgeladen. Man bekommt dann von den anderen Teilnehmern nach ganz genau vorgegebenen Kriterien ein Feedback, sowohl in Form von Punkten, als auch verbal. Man gibt auch drei anderen TeilnehmerInnen Feedback auf ihre Arbeit. Der gesamt Arbeitsaufwand pro Woche beläuft sich etwa auf eine Stunde. Möchte man ein Zertifikat, muss man sich allerdings in den Prämienbereich einloggen, der kostenpflichtig ist.

Ist das nun ein Mooc oder einfach nur ein „klassischer“ Onlinekurs wie man ihn von Moodlekursen kennt? Ein Unterschied zu Moodlekursen ist die große Menge der TeilnehmerInnen. Die Arbeitsaufgaben werden in Einzelarbeit ausgeführt, erst im Feedback kommt die Zusammenarbeit zum Tragen. In Moodlekursen, wie ich sie kenne, bearbeiten die maximal 15 TeilnehmerInnen kollaborativ die Aufgabenstellungen und geben sich ebenfalls Feedback. (ARTIKEL: Ein Mooc ohne Interaktion, ist das überhaupt ein Mooc?) Ein wichtiges Kennzeichen von Moocs sind meiner Meinung nach aber die „erweiterten“ Lern- oder Kommunikationsräume wie Social Media Bereiche, in welchen über das Kursforum hinaus ebenfalls Diskussionen stattfinden und sich Interessengruppen bilden können. Aber das ist dann ein cMooc.

Mein erster Mooc opco12 zeichnete sich vor allem durch die Contentgenerierung der TN in diversen Web2.0 Tools aus und durch die Interaktion und den Austausch zwischen den Lernern. Wöchentlich gab es einen Hangout, der den Teilnehmenden die Möglichkeit gab, sich im Chat einzubringen. Es gab ein Hauptthema mit Teilbereichen, in die man sich je nach Interesse einbringen konnte. All dies ist in obigem französischen ‚Mooc‘ nicht der Fall. Trotzdem bietet diese Plattform eine gute Möglichkeit, sich orts- und zeitunabhängig online fortzubilden, vorausgesetzt man findet ein Thema, das einen interessiert. Derzeit bietet Open Classeroom rund 900 Gratiskurse an. Es besteht auch die Möglichkeit, eigene Kurse über Open Classroom zu kreieren und anzubieten.

Weitere Fortbildugsmöglichkeiten bietet in den Sprachen Deutsch, Englisch und Russisch die Plattform iversity.org an. Sehr fein!

Mooc

Eigentlich erstaunlich, dass an der heutigen eLecture zum Thema Moocs nur sieben Personen teilnahmen. Das Thema finde ich ziemlich spannend und zukunftsweisend. Was ist aber nun eigentlich ein MOOC?  Mittlerweile gibt es ja schon viele verschiedene Varianten von Moocs. Was Moocs gemeinsam haben, ist die große Menge an TeilnehmerInnen, dass es im Netz stattfindet und für alle offen ist (aber auch nicht mehr immer). Mittlerweile gibt es aber auch schon Moocs, die kostenpflichtig sind und eine Anmeldung erfordern, also nicht mehr für alle zugänglich sind.  Hinter Moocs verbergen sich immer öfter einfache Onlinekurse, d.h. Videotutorials zu einem bestimmten Thema, mit Fragen und Arbeitsaufgaben.

Mein erster Mooc opco12 stellte für mich eine wahre Revolution in der Bildungslandschaft dar. Ich war fasziniert von dieser offenen, freien, eigenverantwortlichen und kostenlosen Bildungsmöglichkeit, die nur durch die digitalen Medien möglich geworden ist. Man arbeitet  zu Hause und doch in enger Zusammenarbeit mit den virtuell Teilnehmenden aus aller Welt, die gemeinsam in diversen sozialen Medien zu einem bestimmten Thema reflektieren und  Content generieren, also konstruktivistisch lernen. Eine tolle Sache! Mittlerweile ist meine Begeisterung jedoch leicht zurückgegangen, obwohl ich dieses Format immer noch für sehr gut befinde. Es gibt jedoch ein paar Faktoren, die eine aktive und intensive Teilnahme behindern können. So z.B. die Zeit, die man sich über Wochen hindurch regelmäßig nehmen muss um am Ball zu bleiben. Wenn die intrinsische Motivation nicht groß genug ist, d.h. wenn das Thema nicht brennend interessiert, läuft man Gefahr, nicht bis zum Ende dranzubleiben. Eigenverantwortlichkeit ist also bei dieser Art von Moocs groß geschrieben.

Wollte man dieses Format für die Schule nutzen, so stellt sich mir die Frage, wie der Arbeitsaufwand für die Herstellung und  Organisation eines Moocs zu bewältigen wäre und ob sich dies auch lohne. Das Erstellen bzw. Finden von geeignetem Impulsmaterial (Vorträge, Videos, Organisation von Hangouts etc.) sowie das Verwalten einer zentralen Stelle, an der alles zusammenläuft, z.B. in Form eines Blogs (falls es sich um einen cMooc handeln soll), erfordert relativ viel Zeit. Wer könnte solche parallel zum Unterricht laufende Moocs erstellen? Und würden sie SchülerInnen überhaupt nützen wollen und aktiv daran teilnehmen (die Bereitschaft, aktiv an Lernplattform basiertem Lernen teilzunehmen, war immer schon sehr gering) ? Und welches Thema könnte eine Mehrheit der SchülerInnen interessieren? Ich werde es ausprobieren (mit iMoox) und SchülerInnen darauf aufmerksam machen, dass es Moocs gibt. Mal sehen, ob es auf Interesse stößt.

Wie könnte man außerdem sicherstellen, dass die TN ein für sie optimales Lernergebnis erlangen? Eine Art Evaluation, um ein Zertifikat zu erlangen, müsste wohl angeboten werden.

Ich denke aber, dass es immer mehr Mooc basierte Angebote im Netz geben wird, (die Bildungsinstituonen sind hier gefordert) die man auch in der Schule nutzen wird können. Wenn die SchülerInnen dann auch noch ein Zertifikat erhalten würden, das in die schulische Leistungsbeurteilung einfließt, wäre die Motivation sicher größer.

Ein MOOC über Moocs: Was ist ein Mooc? Definition Technische Universität München: Was ist ein Mooc?  Wikipedia: MassiveOpenOnlineCourse La révolution mooc: BLOG Update: In der Follow-up eLecture, eine Woche später, waren nur noch drei TeilnehmerInnen anwesend. Es ist daher anzunehmen, dass das Interesse bei den LehrerInnen nicht sehr groß ist, bzw. dass  dieses Format einfach noch nicht in der Schule angekommen ist. Ob Moocs die Bildungslandschaft revolutionieren werden, war eine der Fragen dieses Abends? Einen Versuchsmooc für Mathematik im Rahmen des iMoox in Graz gab es ja bereits! Für besonders interessierte SchülerInnen! 😉 So einen Mooc als kleines Projekt zu organisieren, stelle ich mir aber dennoch als eine geeignete Möglichkeit vor, ihn in den Schulen bekannt zu machen. Beispiele von Moocs:

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