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Ipads erobern die Kinder

Beim Warten auf den Abflug, sowohl beim Hin- als auch beim Rückflug von und nach Cagliari fiel mir auf, dass das ipad von sehr vielen Eltern eingesetzt wird, um die Wartezeit für ihre Kinder erträglicher zu machen. Ich habe kein einziges Kind gesehen, das  mit einem Buch in der Hand die Zeit bis zum Abflug überbrückte! Die oft noch sehr kleinen Kinder, ab ca. 3-4 Jahren, spielten vor allem Spiele auf ihrem ipad, wobei es pro Familie auch oft zwei ipads gab. Hinter mir im Gate saß ein etwa 5-jähriger Bub und spielte ein Spiel, bei dem kleine Fahrräder über Hügel purzelten und neben mir zwei etwa 13-jährige, die in einer virtuellen Welt Häuser bauten, die der jeweils Andere „finden“ musste. Etwas weiter weg saß ein ca. 6-Jähriger, der  sich Waffendarstellungen (ich traute meinen Augen nicht) ansah. Die Mutter der beiden 13-jährigen neben mir, bemerkte dies ebenfalls und warnte ihre beiden Söhne entsetzt , dass sie solche „Spiele“ bei ihnen nicht sehen wolle.

Aber nicht nur am Flughafen war ich umgeben von ipad spielenden Kindern, auch im Hotel durften nicht wenige Kinder beim Abendessen bei Tisch mit dem ipad hantieren, offenbar um die Eltern beim Essen nicht zu stören. Einige dieser Kinder saßen noch im etwas höheren Kindersessel und spielten elektronische Spiele oder sahen sich Trickfilme an. Auch ein mongoloides Kind beschäftigte sich mit seinem ipad, während die Eltern in Ruhe aßen.

Das ipad erobert also offenbar die Welt der Kinder in allen Lebenslagen und wird leider auch allzu oft als „Babysitter“ eingesetzt. 😦

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Apple Leadership Tour „mobiles Lernen“

Nicht selten fragen Eltern ihre Kinder „Was hast du heute in der Schule gelernt?“. Als Antwort bekommen sie oft: „Ich weiß es nicht.“. Etwas am traditionellen, für SchülerInnen oft langweiligen Unterricht zu verändern, das war wohl die Intention der diesjährigen IPad Konferenz vom 12. Juni 2012 im Hotel Sofitel Vienna Stephansdom in Wien.

Abgesehen von der wirklich beein- druckenden Location, das Hotel wurde von Jean Nouvel erbaut, ließ es die Firma Apple den TeilnehmerInnen an nichts fehlen: Mittagessen im 18. Stock des Hotels, mit toller Aussicht, ein IPad für jede/n TeilnehmerIn wärend der gesamten Konferenz zum Ausprobieren, Snacks und zum Schluss ein 50€ Gutscheine beim Kauf eines IPads.

Start with WHY! So heißt ein Buch von Simon Sinek, das auf der Konferenz als Ausgangspunkt genommen wurde. Was immer man im Unterricht tut, man sollte sich zuerst fragen, WARUM man es tut? Die nächsten Fragen sollten sein: WIE macht man es? Und natürlich: WAS macht man?  Weiters sollte es, laut eines Vortragenden der Konferenz, drei Säulen im Klassenzimmer geben: a) Inhalt, b) Pädagogik und c) Technologie. Womit wir beim Thema „IPads im Unterricht“ angelangt waren. Lehrende des 21. Jahrhundert sollten endlich die Neuen Technologien nutzen, um Inhalte zu vermitteln. Schülerinnen und Schüler benutzen sie bereits ganz selbstverständlich um ihren Alltag zu organisieren, zu kommunizieren, aber auch um sich Wissen anzueignen. Aber auch Eltern nutzen sowohl im Beruf als auch im privaten Bereich die Neuen Medien, sind also auch in diesem Bereich schon Vorbilder für ihre Kinder. Lediglich die Schule hinkt hinten nach. Smartphones im Unterricht als Nachschlagewerk zu verwenden erlauben noch nicht allzu viele Lehrende, ebenso ist es ihnen oft ein Dorn im Auge, wenn SchülerInnen Laptops oder IPads im Unterricht verwenden wollen. Sie könnten sich ja mit Dingen beschäftigen, die interessanter sind als der Unterricht! 😉

Ein Film über amerikanische Schulen, in welchen IPads verwendet werden und, wie könnte es anders sein, von SchülerInnen mit Begeisterung kommentiert werden, sollte die TeilnehmerInnen der Konferenz endgültig davon überzeugen, IPads in ihrem Unterricht zu verwenden. Es wurde über informelles Lernen gesprochen, sowie über die Angebote von Apple wie iTunesU, das Aufzeichnungen von Vorlesungen anbietet, sowie über die 35 000 zur Verfügung stehenden Apps.

Man brachte Beispiele von Schulen, wo der Einsatz von IPads einen nachweislichen Anstieg des Lernerfolges erkennen ließ . Es wurde über Vorteile gegenüber traditionellen Schulbüchern gesprochen und über die Möglichkeit, Lernhalte des 21.Jahrhunderts, wie z.B. Kooperation, zeitgemäß zu vermitteln. Beeindruckend ist, dass die technischen Aspekte mit IPads völlig in den Hintergrund treten, da Kinder und Jugendliche wie selbstverständlich damit umgehen und sich erstaunlich rasch zurechtfinden. Das eigenständige Lernen wird für Kinder zur Selbstverständlichkeit, da das Ausprobieren Spaß macht. „Drück mal DA drauf“ ist ein häufiger Satz von Kindern, meinte eine Volksschullehrerin und zeigt sehr schön ihren Zugang zu technischen Geräten.

Ausgehend von einem weiteren Buch – Switch von Chip und Dan Heath – kam man auf die Schwierigkeit zu sprechen, die Verantwortlichen in der Schule davon zu überzeugen, Neue Technologien einzuführen und alte, gewohnte Pfade zu verlassen. In diesem Buch wird davon gesprochen wie die Lehrenden (Reiter) die Verantwortlichen (Elephanten) davon überzeugen könnten, einen moderneren Unterricht einzuführen. Lehrende sollten vermitteln, WIE man diesen Weg (Pfad) gehen könnte und sie sollten auch erklären, WARUM man es tun sollte .

Am Nachmittag wurden dann in Kleingruppen ein paar Apps vorgestellt und ausprobiert. Allerdings war die Zeit zu kurz und die Menge zu groß um sich wirklich intensiv damit auseinandersetzen zu könne. Weiterlesen ‚Apple Leadership Tour „mobiles Lernen“‘


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