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Unterrichtsmaterialien

Manchmal wird man fündig, wenn man nach brauchbaren Unterrichtsmaterialien im Netz sucht. Nicht immer genau dann, wenn man sie gerade braucht. Einige Lehrende sammeln daher solche Übungen oder Videos in ihrem Blog, um sie zu einem späteren Zeitpunkt zur Hand zu haben. Selbst so einen „Unterrichtsmaterialienblog“ zu erstellen, um Content, den man für gut und brauchbar erachtet zu „lagern“, um ihn dann bei Bedarf einsetzen zu können, ist eine feine Sache. Tags und Kategorieneinteilung erleichtern das rasche Wiederfinden. Man kann so ein Blog auch SchülerInnen zur Verfügung stellen, z.B. in einem „Flipped classroom“ Szenario. Ihn im Team mit KollegInnen zu erstellen ist ebenfalls eine feine Sache. Auf jeden Fall müsste man nicht mehr langwierig im Netz nach gutem Content suchen, wenn man zu einem bestimmten Thema etwas braucht, sondern sofort erprobtes, empfohlenes Material in seinem eigenen Blog finden.

Eine andere Möglichkeit, guten Content zu sammeln, ist Sccop.it. Dies scheint mir aber eher ein Social Bookmarking Tool zu sein, wie z.B. delicious. Obwohl es eine Suchfunktion hat, scheint es mir dennoch nicht so übersichtlich zu sein, wie ein Blog.

Videoschnitt

Was ich mir schon lange vorgenommen hatte … Videos schneiden. Ein 4-wöchiger online-Kurs, der es in sich hatte, aber trotzdem viel Spass gemacht hat, weil man am Ende herzeigbare Ergebnisse sehen kann.

Ich mag es, über Lernplattformen etwas Neues zu lernen. Allerdings entpuppte sich dieser Kurs, der über die neue Version von Moodle 2.3 abgehalten wurde, eher als userunfreundlich. Eine Teilnehmerin meinte sogar, sie müsse Moodle jetzt ganz neu lernen. Die erste Woche dieses Onlinekurses war aus diesem Grunde auch für mich mit relativ viel Frust behaftet, obwohl ich schon seit Jahren mit Moodle arbeite und das nicht nur als Teilnehmerin. Ich frage mich, ob die neue Version von Moodle wirklich besser ist? Ich finde sie in keinster Weise übersichtlicher, ästhetischer oder einfacher. Die Akzeptanz bei den Lehrenden wird sie jedenfalls nicht unbedingt steigern, denke ich.

Was die Inhalte des Onlinekurses betrifft, so bestätigte sich meine Meinung, dass Kurse mit rein technischen Inhalten eher mühsam für die Teilnehmenden sind. Für einige technische Details, bekam ich keine ausreichende Erklärung. Dennoch gelang es mir, die meisten Arbeitsaufträge zu erledigen. Die Ergebnisse der Arbeitsaufträge, selbst gefilmte und geschnittene kleine Filme, entschädigten für die aufgewendete Mühe. Neu war für mich, dass man einfache Videos auf YouTube direkt schneiden kann und dass dies auch für Nicht-Technikfreaks sehr einfach ist. Ich nahm mir vor, nur mit dem Handy zu filmen, weil es ein Werkzeug ist, das man meistens zur Verfügung hat und es spontan einsetzbar ist. Die Qualität ist allerdings nicht so gut, wie mit einer Filmkamera. Für meinen Einstieg ins Filmen reichte es jedoch allemal.

Der Aufbau des Onlinekurses war zum Teil leider nicht sehr gut durchdacht, wahrscheinlich hätte man ein Review machen müssen um etwaige Stolpersteine zu entfernen, wie z.B. fehlerhafte Rechtschreibung oder teilweise Wiederholung oder Vorwegnahme von Arbeitsaufträgen. Ich vermute, es waren noch etwas unerfahrene Online TutorInnen am Werk. Aber jeder muss Erfahrungen sammeln! 🙂

Videos im Sprachunterricht

Eine eLecture, an der ich kürzlich teilnahm, gab mir den Impuls, wieder einmal Videos im Unterricht einzusetzen. Videos, im besonderen Filme auf DVD, werden meiner Erfahrung nach eher als „Abwechs- lung“ bezw. als „Stunden- füller“ am Ende des Jahres eingesetzt, wenn SchülerInnen zu nichts anderem mehr motivierbar sind und so mit einem Film „ruhiggestellt“ werden. Man würde es nicht glauben, aber es gibt tatsächlich noch Kollegen, deren Stundenvorbereitung offenbar zu 90 Prozent aus „Filme zeigen“ besteht.

Videoeinsatz im Unterricht sollte jedoch auf jeden Fall gut vorbereitet werden. Dabei gibt es eine Fülle von Möglichkeiten, wie man solche Kurzvideos (3-5 Minuten) didaktisch aufbereitet. Eine Videosequenz sollte geplant, zum jeweiligen Unterrichtsthema passend und vor allem „zielgerichtet“ eingesetzt werden. Die Lerner sollen dabei immer aktiviert werden. Dies kann bereits mit einer globalen Frage beginnen: Was ist das für ein Film? Was will ich damit? Die Aufmerksamkeit der Lerner ist somit zentriert und sie schalten nicht automatisch auf  „Ich lass mich berieseln“.

Die Bearbeitung eines Videos kann auf jedem sprachlichen Niveau eingesetzt werden. YouTubeEDU, teacherTV  und andere Videoportale sind mittlerweile eine gute Fundgrube zu fast jedem Thema. Die didaktische Aufbereitung obliegt der Phantasie und dem Geschick der Lehrenden. Hier nur einige wenige Aufgabenstellungen:

  • Standbild (oder Titel) zeigen und einfachste Dinge herausarbeiten, wie Farben, Gegenstände …)
  • Variante: Schau genau! Welche Farbe hatte der Ball? Wieviele Personen kamen vor? etc. etc.
  • Video ohne Ton zeigen, SchülerInnen sollen Titel oder Untertitel dazu erfinden. Anschließend Vergleich mit dem Original.
  • Untertitel mit overstream.net erstellen.
  • Lehrende/r erstellt Untertitel mit Lücken, SchülerInnen füllen diese, nach oder während des Betrachtens des Videos.
  • Die Klasse wird in zwei Gruppen geteilt, eine Gruppe sieht das Video und berichtet der anderen Gruppe anschließend  in der Fremdsprache was gesehen wurde. Dies kann auch auch in Paaren erfolgen.
  • Die SchülerInnen bekommen eine fehlerhafte Zusammenfassung des Videoinhaltes und sollen diese korrigieren.
  • Anfang oder Ende erfinden lassen. Video stoppen: Wie könnte es weitergehen?
  • Die SchülerInnen sollen eine Filmkritik für eine Filmzeitschrift schreiben.
  • Bei Werbefilmen einen eigenen Werbeslogan/Werbetext entwerfen. Video ohne Ton zeigen.
  • SchülerInnen schreiben eine Kurzzusammenfassung mit einer vorgegebenen Wortanzahl. etc. etc.

Eine weitere Herausforderung wäre es natürlich, SchülerInnen eigene Videos erstellen zu lassen. z.B. mit ihren Handys. Dies erfordert allerdings schon mehr Medienkompetenz von Seiten der Lehrenden, macht aber den SchülerInnen enorm viel Spass!


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